AW: Nexus One: 20.000 Stück in der ersten Woche verkauft
Wen wundert das eigentlich?
Ich war selbst einige Zeit in den USA und habe dahingehend einige Erfahrungen gemacht.
- Die Leute kaufen selten was ein, was sie nicht mal live gesehen oder in der Hand gehabt haben. Das kann ich sogar gut verstehen. Wir sind damals auch immer erstmal in nen Shop gegangen, haben die Geräte "begriffgelt" und sie dann online bestellt und liefern lassen. Mit dem N1 ist das die sprichwörtliche Katze im Sack.
- Das T-Mobile-Netz ist in den USA der letzte Dreck. Als Partner für so ein Phone die absolute Fehlentscheidung. Zumal die Abdeckung mies und die Zuverlässigkeit noch schlimmer ist. In den USA haben wir immer Geräte von Verizon und Sprint benutzt, da deren CDMA-Netz wesentlich besser war.
Dazu düfte kommen, dass diejenigen, die ein Android-Powerphone wollten, schon das Droid haben. Und der Unterschied von Droid zu N1 ist nun wahrlich nicht der Rede wert bzw. für einige sogar ein Rückschritt - sprich fehlende Tastatur etc. Ausserdem wurde das Droid viel besser beworben.
Ausserdem ist das Droid das Gegenstück zu einem Truck, massiv und solide gebaut und es stammt von einer US-Firma. Das N1 ist nur nen HTC-Plastespielzeug aus Fernost. Das ist gar nicht umbedingt wertend gemeint, aber so wird gedacht. Und das vielleicht gar nicht zu unrecht, wenn ich mir meine alten HTCs so ansehe - eins schlimmer als das andere.
Ist nen gutes Lehrstück für Google.
P.S.: Auch ein weltweit gleichzeitiger Launch hätte kaum was geändert. Auch hierzulande haben viele das Milestone und die Zahl der Wechselwilligen hätte die laschen Absatzzahlen des N1 sicher kaum verdoppelt.
Geändert von Oliver Beyer (14.01.2010 um 10:47 Uhr)
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