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Ist Google etwa doch böse?

Das Thema "Ist Google etwa doch böse?" befindet sich unter Smalltalk und Offtopic auf Android-Hilfe.de.


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Alt 13.07.2011, 10:29   #1 (permalink)
Android Guru
 
Benutzerbild von winne

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Standard Ist Google etwa doch böse?

Bis vor kurzem hätte ich Wetten abgeschlossen, das Google Nutzerdaten nicht verkaufen würde. Scheinbar habe ich mich geirrt, oder ist das doch nur wieder eine dieser Schlagzeilen ohne Tiefgang ?

Gespeichterte Nutzerdaten - Google plant die Super-Datenbank - Digital - sueddeutsche.de

Edit : Richtigstellung des Artikel : Ist Google etwa doch böse?
Wir wollen ja nicht, das einer nur den unkommentierten Artikel liest.
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Geändert von winne (14.07.2011 um 06:37 Uhr)
winne ist offline  
Alt 13.07.2011, 10:46   #2 (permalink)
Fortgeschrittenes Mitglied

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Standard AW: Ist Google etwa doch böse ?

Ehrlich gesagt, ist das doch jetzt schon so. Und da gibt es nicht nur the Big G sondern noch ein paar weitere Firmen. Was allerdings interessant ist, ich bekomme weitaus weniger Spam auf meine Gmail Adresse als auf sämtliche anderen Emailadressen bei Anbietern. Ehrlich, wenn das so bleibt können die gern meine Daten verkaufen und mich so noch uninteressanter für die Werbeindustrie machen.
tafkad ist offline  
Alt 13.07.2011, 11:04   #3 (permalink)
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Benutzerbild von wegus

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Standard AW: Ist Google etwa doch böse ?

Google ist eine Firma und Firmen verdienen Geld und sind nicht "gut oder böse". Google ist wie Apple, wie Oracle, wie Microsoft einzig Profit verpflichtet und nat. werden die aus den gewonnenen Daten Kapital schlagen. Zu glauben da arbeiten ein paar Menschenfreunde die morgens zum Kräutertee ihre Namen tanzen und denen Geld egal sei wäre wirklich naiv.
Allerdings hat jede Firma so ihr Profil, ihren Ruf. Google hat Patentprobleme, Monopolprobleme (Suchmaschinen) und ein gutes standing bei den Usern. Sollten die letzteres verlieren wäre Google so schnell weg, wie es entstanden ist. Also mag Google sich wünschen alles zu verkaufen was geht, gehen wird aber nur was politisch wenigstens noch halbkorrekt ist. Sprich: dem Ganzen sind faktische Grenzen gesetzt und die haben nichts mit legalen Grenzen zu tun.
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wegus ist offline  
Alt 13.07.2011, 11:18   #4 (permalink)
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Benutzerbild von revilo69

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Standard AW: Ist Google etwa doch böse ?

da muss ich Wegus Recht geben.

Google ist genauso "good & evil" wie alle anderen Global Player.
letztendlich handelt es sich hier schließlich um ein Unternehmen das Geld verdienen will.

Und deshalb liegt es auch an "uns" wie diese Firmen mit uns bzw. unseren Daten verfahren.

Nimmt man alles einfach hin, und nutzt Google, Facebook und Konsorten egal wie Sie mit unseren Daten verfahren, werden diese auch tun und lassen was sie wollen bzw. was den meisten Profit verspricht.

Gibt es allerdings ein negatives Feedback, in Form von Beschwerden, Blogs, Zeitungsartikeln et cetera oder sollten sogar massenhaft Abmeldungen erfolgen, wird man die Firmenpolitik sicherlich überdenken.

Der Verbraucher bestimmt weitestgehend den Markt - Isst Du Quälfleisch wird Quälfleisch produziert, kaufst Du Produkte die mit Kinderarbeit produziert werden wird es weiterhin Kinderarbeit geben usw. usw.....

In diesem Sinne, wachsam bleiben und sich nicht alles gefallen lassen!
revilo69 ist gerade online  
Alt 13.07.2011, 12:04   #5 (permalink)
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Benutzerbild von trk

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Standard AW: Ist Google etwa doch böse ?

in Deutschland gilt ja noch, das eine Firma nur dann tele. Kontakt zu einem Verbraucher aufnehmen darf, wenn dieser explizit seine Erlaubnis abgegeben hat, bzw. derzeit in einem Aktiven "Kundenverhältnis" zu der Firma steht.

Und per snail-mail ist es mir relativ egal was da so von welcher Firma in meinem Briefkasten landet.
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Jogging Apps im Vergleich
trk ist offline  
Alt 13.07.2011, 12:30   #6 (permalink)
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Benutzerbild von winne

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Standard AW: Ist Google etwa doch böse ?

Den Titel habe ich mit Absicht gewählt, denn man kennt ja den Slogan von Google.

Das Firmen Geld verdienen wollen/müssen ist auch logisch, aber es gibt 2 Arten um aus Daten Kapital zu schlagen. Man analysiert die Daten und nutzt diese für personalisierte Werbeeinblendungen und anonymisierte Profiledaten für den Verkauf, so wie Google bisher verfahren ist, oder man verkauft die Nutzerdatensätze direkt an die Werbeindustrie, so wie z.B. auch Facebook es tut.

Jetzt soll dieses Kapital von Google, die Nutzerdatensätze, zusätzlich optimiert und verkauft werden und das ist die neue Qualität.

Ich kann Googles Ambitionen durchaus nachvollziehen und bin auch keinesfalls naiv, denn ich nutze Google schon sehr lange und umfänglich und weiß was ich Google gebe und was nicht.
Der Artikel steht nur im absoluten Widerspruch zu dem Lob aus Datenschutzkreisen in der letzten Woche. Ich kenne einige Leute, die sich nur deshalb G+ angesehen haben und nach diesem Bericht wohl gerade ihren Account wieder löschen.

Ich finde einfach: Falsche Idee zur falschen Zeit ! Sie tun sich damit selbst wahrscheinlich auch keinen Gefallen, denn Nutzerzahl und Profit stehen in einem direkten Verhältnis und damit hat auch der Erfolg von G+ einen nicht unerheblichen Einfluß.
Man will Facebook User erreichen und wird selber zu Facebook.
So wird dat nix.

Edit: Aber ist ja nicht amtlich und es steht ja die Frage: ....oder ist das doch nur wieder eine dieser Schlagzeilen ohne Tiefgang ?
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Geändert von winne (13.07.2011 um 14:39 Uhr)
winne ist offline  
Alt 13.07.2011, 13:41   #7 (permalink)
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Standard AW: Ist Google etwa doch böse?

Wollte gerade einen ähnlichen Thread aufmachen.

Ich genieße das alles mit Vorsicht, denn nirgends gibt es Quellen und die einschlägigen Seiten, die besser als die SZ informiert sind, wissen davon auch nichts. Und der SZ Artikel liest sich auch sehr an den Haaren herbeigezogen an.

Die Führungsetage bei Google müsste schon von heute auf morgen um mehrere Dutzend IQ-Punkte dümmer geworden sein, um so etwas zu machen. Bis jetzt riecht das nach Smear Campaign und ich frage mich, ob Facebook nicht wieder dahinter steht?
Bärchen ist offline  
Alt 13.07.2011, 15:33   #8 (permalink)
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Benutzerbild von Kranki

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Standard AW: Ist Google etwa doch böse ?

Zitat:
Zitat von winne Beitrag anzeigen
Edit: Aber ist ja nicht amtlich und es steht ja die Frage: ....oder ist das doch nur wieder eine dieser Schlagzeilen ohne Tiefgang ?
Zitat:
[...] dürfte diese Honeymoon-Stimmung nicht anhalten. [...] offenbar [...] könnte [...] firmiere [...] sollen [...] Google äußert sich nicht konkret [...] könnte [...] vieles ist unklar [...] Google äußert sich nicht konkret [...] sollten [...] wie es heißt [...] bleibt auch im Dunkeln [...] Klar scheint, dass [...] scheint der Versuch zu sein, diese Schwäche auszumerzen. [...] auch durchblicken lässt, [...] noch nicht bekannt, aber schon jetzt scheint klar, was dann kommen wird: ein lauter, verzweifelter Aufschrei der Google-Kritiker. Die eben erst entflammte Liebe zwischen dem US-Konzern und den Datenschützern - es wird wohl kaum mehr als eine kurze Sommerromanze werden.
Die Frage beantworte ich mit einer Gegenfrage: Siehst du in dem Artikel irgendwo auch nur eine einzige gesicherte Information zu diesem Dienst? Dass die Süddeutsche zwar gerne zu so hilfreichen Dingen wie allen SZ-Artikeln mit dem Tag "Albtraum" linkt aber nicht zu irgendeiner Quelle hilft auch nicht wirklich. Die anderen deutschsprachigen Artikel zu dem Thema paraphrasieren offensichtlich nur, was die SZ schreibt. Tiefpunkt der Berichterstattung war eine Seite, die den Artikel mit einem Screenshot eines völlig anderen Produkts illustriert, das zwar überhaupt nichts mit dem Thema zu tun hat, aber immerhin auch DDP heißt.

Edit: Zitat aus dem AdAge-Artikel, auf den sich alle beziehen:
Zitat:
While all data providers stress they strip out personally identifiable information, the scale of Google's initiative, and the fact that it will contain Google's own data -- as well as online and offline data from third parties -- will make it a lightning rod for scrutiny.
Ich seh mal wieder nicht, wo bei dieser Datenbank eigentlich konkret das Problem liegt.

Zitat:
Zitat von Bärchen Beitrag anzeigen
Die Führungsetage bei Google müsste schon von heute auf morgen um mehrere Dutzend IQ-Punkte dümmer geworden sein, um so etwas zu machen. Bis jetzt riecht das nach Smear Campaign und ich frage mich, ob Facebook nicht wieder dahinter steht?
Den Gedanken hatte ich auch schon.

Edit: Und zum Abschluß noch ein Wort zu einem Satz aus dem Artikel der Süddeutschen:
Zitat:
Zitat von SZ
Man werde gesammelte Daten über Aktivitäten bei Google+ möglicherweise mit Partnern oder anderen Webseiten teilen, heißt es in den Nutzungsbedingungen. Ob die vielen Millionen Mitglieder die gelesen haben?
Zitat:
Zitat von Google+ Datenschutzbedingungen
Wir veröffentlichen möglicherweise zusammengefasste Statistiken über die Google+ Aktivitäten bzw. geben diese Statistiken an unsere Nutzer und Partner wie etwa Publisher, App-Entwickler oder verbundene Websites weiter.
Ich bin mit diesem Niveau der Berichterstattung nicht zufrieden.

Zitat:
Zitat von revilo69 Beitrag anzeigen
Gibt es allerdings ein negatives Feedback, in Form von Beschwerden, Blogs, Zeitungsartikeln et cetera oder sollten sogar massenhaft Abmeldungen erfolgen, wird man die Firmenpolitik sicherlich überdenken.
Vergleich mal das Feedback zu Google Streetview und Microsoft Bing StreetSide. Daraus wird Google denselben Schluß ziehen, zu dem ich auch komme - dass der Dienst an sich für das Feedback völlig irrelevant ist, sondern es rein darauf ankommt, ob sich der Datenschutzbeauftragte aufspielt und dich die Presse leiden kann. Und auf sonst gar nichts. Solange das Feedback rein gar nichts mit der Firmenpolitik bezüglich des Datenschutzes zu tun hat wird die auch keiner überdenken.
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Kranki ist gerade online  
Alt 13.07.2011, 16:23   #9 (permalink)
Android Experte

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Standard AW: Ist Google etwa doch böse ?

Zitat:
Zitat von Kranki Beitrag anzeigen
Ich bin mit diesem Niveau der Berichterstattung nicht zufrieden.
Was ist an dem zitierten Satz zu beanstanden? Die SZ hat ausschließlich das Wort Statistiken und die von google aufgeführten Beispiele weggelassen.

Der Sinn ist exakt der gleiche, oder übersehe ich da was?
Verl ist offline  
Alt 13.07.2011, 16:28   #10 (permalink)
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Standard AW: Ist Google etwa doch böse?

@Verl: Für mich klingt das SZ Zitat nach konkreten persönlichen Daten a la User XY macht das und das. In den Nutzungsbedingungen ist von Statistiken die Rede, was einfach ganz anders klingt. Ich hätte kein Problem damit, wenn Google seinen Partnern eine Statistik gibt, wonach z.B. 500.000 User True Blood schauen.

Eine Serie, die man übrigens gucken sollte.
Bärchen ist offline  
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