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Facewatch: Gesellschaft 2.0 soll mit Steckbrief-App der Londoner Polizei zuarbeiten

News vom 08.12.2016 um 15:37 Uhr von don_giovanni

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Ein wenig fühlt man sich durch diese App doch an die StaSi erinnert: Bürger spioniert für den Staat, um Unrecht aufzudecken. Ganz so platt und doof ist diese Idee allerdings nicht. Im Rahmen der London Riots in 2011 wurden eine Unzahl von Eigentums- und Gewaltdelikten verübt, denen die Londoner Polizei anfangs relativ hilflos gegenüberstand und denen sie bis heute nachgeht. Dabei sollen nun die gesetzestreuen Bürger helfen. Auch wenn es ein bisschen unethisch klingt, dass man andere bespitzeln soll: Während der Unruhen im letzten Jahr hatten die kriminellen Elemente der Stadt die Unruhen (die auf z.T. durchaus gerechtfertigtem Unmut der Verlorenen der Londoner Gesellschaften fußten) genutzt, um ihre eigenen Taschen zu füllen. Viele hart arbeitende Menschen haben in diesen Wochen große Verlust erlitten und so ist es nicht unwahrscheinlich, dass diese Aktion der Polizei auf offene Ohren treffen wird.

Wie soll das Ganze nun funktionieren? Die App enthält Fotos von Überwachungskameras, auf welche die Nutzer zugreifen können und verdächtige Personen an die Polizei melden. Facewatch ID wurde vom britischen Unternehmen Facewatch entwickelt (macht irgendwie Sinn, oder?). Knapp 3000 Bilder von Verdächtigen sind hier gespeichert. Der User gibt seine Postleitzahl ein und erhält so die passenden Bilder zu Straftaten aus seinem Umfeld. So greift vor allem der Effekt des "sich Erwehrens" ein, man wurde schließlich in seinem Zuhause bzw. Umfeld bedroht. Aus der App heraus ist die Mitteilung der Daten, welche der Nutzer über die verdächtige Person hat, an die Polizei möglich. Neben den London Riots-Beteiligten wird auch nach weiteren Kriminellen aus minder schweren Delikten wie Ladendiebstahl und Ähnlichem gesucht. Diese Daten sollen regelmäßig aktualisiert und erneutert werden. Die Londoner Polizei hofft, dass sich zwei Drittel der Londoner die App herunterladen und sich jede Woche die neuen Daten aus ihrer Gegend ansehen...

Um ehrlich zu sein: Die Idee ist für die Aufarbeitung der London Riots super, aber die weiterführende Einbindung der Bürger in die Strafverfolgung muss doch kritisch betrachtet werden. Zwar wurden scheinbar absichtlich keine schweren Gewaltverbrechen integriert, doch kann eine solche Vernetzung auch zu einer Entwicklung in Richtung eines Polizeistaates führen. Oder man baut öffentliche Verbrecherkarteien, so wie in Amerika. Aber da wir hier nicht in einem Politik-Forum sind, sondern in einem Android-Forum, widmen wir uns wieder der App: Diese hat auch einen ganz praktischen Nutzen - wo wenige Kriminelle gesucht werden, kann man sicher wohnen. Vielleicht wählen irgendwann Leute danach ihren nächsten Wohnort aus? Diskutiert dazu gerne im unten verlinkten Beitrag und sagt uns eure Meinung!



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Diskussion zum Beitrag
(im Forum "Smalltalk und Offtopic")

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Quellen: Facewatch ID: Londoner Polizei sucht per App nach Straftätern - Golem.de
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