1. Möchtest Du unser Team im Android OS-Bereich unterstützen? Details dazu findest du hier!
  2. Nimm jetzt an unserem Uhans - 3. ADVENT - Gewinnspiel teil - Alle Informationen findest Du hier!

Geschäftsmodelle von App-Herstellern

Dieses Thema im Forum "Google Play Store (Android Market)" wurde erstellt von Beacon, 24.01.2012.

  1. Beacon, 24.01.2012 #1
    Beacon

    Beacon Threadstarter Fortgeschrittenes Mitglied

    Beiträge:
    302
    Erhaltene Danke:
    33
    Registriert seit:
    03.01.2011
    Phone:
    Milestone->Defy->Atrix->OneX->Note 3->Mi Max
    Tag!

    Ich muss jetzt einfach mal ganz blöd fragen aber irgendwie komme ich echt nicht drauf...

    Im Market gibt es so einige kostenlose und dabei richtig gute Apps, z.B. Touchpal, GO-Launcher, ES Dateimanager usw.

    Guckt man auf die Hersteller-Seiten bekommt man vielleicht gerade noch heraus, dass der Hersteller in China sitzt aber das war's dann auch schon an wirklich verwertbaren Informationen.

    Guckt man in die Market-Bewertungen sieht alles gut aus. Aber trotzdem habe ich irgendwie ein komisches Gefühl, mir eine App (und so sie noch so gut) zu besorgen, die gleichzeitig auf sensibelste Daten und das Internet zu- oder teilweise sogar ins System eingreift und die mir von einem in China sitzenden Unbekannten “geschenkt “ wird.

    Worauf ich eigentlich hinaus will... Was für ein Geschäftsmodell haben so Firmen wie GO Dev, Cootek und Co.?
    Wenn ich reine Menschenfreundlichkeit mal ausschließe fällt mir wirklich nur noch Datensammlung und -Weiterverkauf ein. Oder hab ich noch was übersehen?

    B.
     
  2. jna, 24.01.2012 #2
    jna

    jna Ehrenmitglied

    Beiträge:
    7,398
    Erhaltene Danke:
    1,299
    Registriert seit:
    28.01.2011
    Warum tust du das?

    Als (mittlerweile leider ehemaliger) Open-Source-Programmierer kann ich mir das gut vorstellen.

    Außerdem mag das auch das "Lampen verschenken, Öl verkaufen"-Prinzip sein - schließlich sind auch beim Go etliche Themes kostenpflichtig.
     
  3. Beacon, 24.01.2012 #3
    Beacon

    Beacon Threadstarter Fortgeschrittenes Mitglied

    Beiträge:
    302
    Erhaltene Danke:
    33
    Registriert seit:
    03.01.2011
    Phone:
    Milestone->Defy->Atrix->OneX->Note 3->Mi Max
    Mache ich ja gar nicht grundsätzlich... Aber ein Bisschen gesundes Mißtrauen soll schon erlaubt sein.

    Bei OpenSource-Software sehe ich das auch entspannter, da ist ja auch durch die Beteiligung von vielen unabhängigen Freiwilligen eine gewisse Kontrolle gegeben.

    Anders sehe ich das aber bei den Produkten von Firmen, die in China sitzen (wobei ich jetzt nix gegen China an sich habe, nur so zur Klarstellung) und außer der "Information" dass sie eine "große" Firma sind, die mit anderen großen Firmen zusammenarbeiten (nur mal beispielsweise) nichts über sich preisgeben.
    Ich habe mal auf den Websites von GO Dev, Estrong und Cootek nachgeschaut und keine der Seiten dieser "großen Firmen" hat eine Kontaktadresse auf ihrer Seite, geschweigedenn ein Impressum. Seriös sieht bei mir anders aus.

    Ich bin jetzt nicht so ein paranoider Datenschützer, der hinter jedem Link die nächste Datenkrake vermutet, habe auch kein Problem damit, dass Google weiß wann ich zu welchem Zahnarzt gehe und nutze auch K9.
    Aber eine Tastatur von einer der o.g. Firmen zu nutzen, von der ich nicht genau weiß und nachprüfen kann, wohin meine Kreditkartendaten übertragen werden und die nicht durch eine Community kontrolliert werden kann (wie K9), da wird's mir doch ein bisschen schwubberig...

    Dein "Lampe verschenken - Öl verkaufen"-Beispiel (das ich so als Bild echt gelungen finde) mag zwar bei Go passen aber Cootek verschenkt ja sogar die Wörterbücher...

    Ist schon auch irgendwie krank, aber wenn sie dafür Geld verlangen würden, hätte ich mir wahrscheinlich nie die Frage gestellt...
     
  4. seaman, 24.01.2012 #4
    seaman

    seaman Android-Hilfe.de Mitglied

    Beiträge:
    137
    Erhaltene Danke:
    17
    Registriert seit:
    31.03.2010
    Ja, das wäre wirklich mal interessant zu erfahren, wie sich manche Programmierer von der einen oder anderen kostenlosen App "finanzieren". Diese Frage habe ich mir auch schon öfter gestellt.

    Denn es gibt im market wirklich so einige richtig gute kostenlose Apps, für die ich auch zahlen würde bzw es in Form einer Spende bereits getan habe, sofern mir die Homepage gut und vertrauenserweckend aussah.

    Aber wenn die Kommentare im Market stimmen und die Homepage vertrauenserweckend wirkt, dann habe ich bisher eigentlich auch immer die App installiert und im Nachhinein vielleicht noch die Rechte mit Pdroid angepasst.


    Gesendet mit der Android-Hilfe.de-App
     
  5. MotoHater, 20.05.2013 #5
    MotoHater

    MotoHater Fortgeschrittenes Mitglied

    Beiträge:
    352
    Erhaltene Danke:
    31
    Registriert seit:
    16.01.2011
    Phone:
    Sony Xperia V
    interessant, diese Frage habe ich mir auch schon lange gestellt und nun per Google diesen Thread gefunden. Mir ging es um estrongs, die haben keine einzige kostenpflichtige App im Angebot. Und der File Explorer von denen ist der Hammer, von den Funktionen.

    Anscheinend haben die einige Kooperationen mit Smartphoneherstellern und Providern, bieten aber die Apps eben auch komplett offen und gratis im "Play Store" an. Ich kann mir schwer vorstellen dass genannte "Partner" freiwillig Geld bezahlen, um unverkrüppelte, ungebrandete Apps zu finanzieren, die dann jeder benutzen kann. Es wird bestimmt Geld fließen, damit sie die App(s) in ihre Firmwares integrieren dürfen, aber so viel, dass sie so locker verschenkt werden kann?

    Wenn jemand plausible Erklärungen bieten könnte, wäre ich deutlich beruhigter.
     
  6. fipsy, 22.05.2013 #6
    fipsy

    fipsy Android-Experte

    Beiträge:
    799
    Erhaltene Danke:
    177
    Registriert seit:
    27.02.2010
    Phone:
    Samsung Galaxy S3
    Tablet:
    HANNspree HANNSpad
    Für kostenlose Apps gibt es mindestens so viele Erklärungen, wie es Motivationen gibt, Software zu schreiben. Alle hier bisher genannten Fälle können zutreffen. Aber es gibt auch den Entwicker, der "just-for-fun" oder ganz für sich selbst eine App schreibt und diese dann in den Market stellt, weil er denkt, andere könnten die auch ganz gut gebrauchen. Nicht jeder verfolgt kommerzielle Interessen mit allem was er tut. Auch wenn das in der heutigen Zeit für manche nur noch schwer vorstellbar ist. In der Computer-Zeit, aus der ich komme (80er Jahre), war das noch der Normalfall. Mancher Dinosaurier hat sich seinen Idealismus und sein Sozialverhalten bis heute erhalten.
     
  7. MotoHater, 22.05.2013 #7
    MotoHater

    MotoHater Fortgeschrittenes Mitglied

    Beiträge:
    352
    Erhaltene Danke:
    31
    Registriert seit:
    16.01.2011
    Phone:
    Sony Xperia V
    Es ist wirklich schwer vorstellbar. Vor allem, wenn es sich offensichtlich um Firmen handelt. Irgendwer muss Nahrung, Wohnung und Steuern der Entwickler bezahlen. Dass es coole Progger gibt, die (meist in OpenSource) essentielle Programe schreiben, ist mir klar. Aber eine FIrma kann man mit Verschenken eben nicht am laufen halten. Wenn es jetzt hieße "wir wollen das Image Chinas in der Welt verbessern und bekommen dafür Fördergelder", oder "Ich bin Millionär, mir ist langweilig", bzw "hat nur ne Stunde gedauert und ich brauche Anerkennung", wäre mir wohler, als mit "Großartige Firma mit tollen Produkten, geschenkt, mächtig, werbefrei und anonym; wir wollen keine Spenden, wir verkaufen nichts". Vor allem, wenn diese App alle Zugänge zu allen Clouds und Root-Zugriff hat.
     
  8. fipsy, 22.05.2013 #8
    fipsy

    fipsy Android-Experte

    Beiträge:
    799
    Erhaltene Danke:
    177
    Registriert seit:
    27.02.2010
    Phone:
    Samsung Galaxy S3
    Tablet:
    HANNspree HANNSpad
    Okay, MotoHater, da hast du sicher Recht. Ich wollte ja nur eine weitere, mögliche Motivation nennen. Bei einem Unternehmen müssen es schon andere Gründe sein. Z.B. der Grund, bekannter im Markt zu werden, um später bessere Absatzchancen für andere, kommerzielle Produkte zu haben. Dann wird das ganze Projekt vielleicht auch als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt, was evtl. sogar vorteilhaft sein kann, weil das Geld statt an den Staat in die eigene Software-Abteilung fließt. Ich denke, auch für Unternehmen gibt es sehr viele gute Gründe, ein Stück Software, das nicht allzu aufwändig ist, mal kostenlos anzubieten.
     

Diese Seite empfehlen