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Hands-On Bericht zum HTC Sensation

News vom 19.04.2011 um 19:20 Uhr von Pyrazol

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    Eines war bei der Vorstellung des HTC Sensation klar: der Hersteller setzt hier vor allem auf Multimediakonsum und -sharing. Das Sensation soll das "Multimediacenter für die Tasche" sein. Ob hier ein für diesen Zweck brauchbares Gerät konzipiert wurde, soll in unserem ersten Hands-On-Test näher beleuchtet werden.

    IMG_20110419_121848.jpg Sensation (9).jpg

    Hardware

    Das Gerät wirkt beim ersten Anfassen äußerst wertig. Kein Knarzen und Knacken, es wirkt wie aus einem Guss. Das Design ist recht schlicht gehalten und fügt sich gut in die HTC-Linie ein.
    Schnell fällt einem das 4,3" große SLCD-Display auf. Es ist mit Gorilla-Glas überzogen und leicht nach innen gewölbt. Insgesamt macht es einen sehr schönen und wertigen Eindruck, spiegelt aber natürlich stark, wie man es von Touchscreen-Smartphones mittlerweile gewohnt ist.
    Der Screen reagiert gut. Im Vergleich mit einem Nexus One und dem iPhone 4 schnitt das Sensation gut ab. Blickwinkel waren von allen Seiten gut und nur minimal schlechter als bei AMOLED-Display des Nexus One. In puncto Auflösung steht das Sensation meiner Meinung nach auf einer Stufe mit dem iPhone 4, trotz der, durch die Displaygröße bedingten, etwas geringeren Pixeldichte. Einzelne Pixel waren beim normalen Hinsehen nicht auszumachen (wobei natürlich nicht mit der Lupe getestet wurde ;)).
    HTC betonte zudem das neue "Instant Capture"-Feature. Die Auslöseverzögerung der Kamera (8 Megapixel mit Dual-LED-Flash) sollte hierbei stark verkürzt werden, um nicht wichtige Momente zu verpassen. Das Feature machte einen guten Eindruck, Fotos konnten sehr schnell geschossen werden.
    Das Sensation eignet sich zudem gut für Videoaufnahmen. Diese können direkt am Handy bearbeitet und via Facebook, E-Mail, etc. mit Freunden geteilt werden.
    Im Smartphone stecken der neue DualCore-Snapdragon-Chipsatz und 768 MB RAM sowie etwa 1 GB Speicherplatz für Apps.
    Die Auswirkungen der auf dem Papier starken Hardware waren allerdings noch nicht spürbar, da die Software zum Testzeitpunkt deutlich merkbar noch nicht final war.

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    Software

    Laut HTC wurden mit Sense 3.0 die meisten Veränderungen auf einmal seit Bestehen des Interfaces durchgeführt.
    Angefangen wurde beim Lockscreen: früher soll dieser eine Barriere zwischen dem Nutzer und seinem Content gewesen sein. Das versucht man nun zu ändern und möchte den Lockscreen zu einem Fenster für die Inhalte umgestalten. Verknüpfungen und Widgets können auf dem Lockscreen abgelegt werden. So kann man Informationen aus Widgets direkt sehen, ohne das Gerät unlocken zu müssen. Verknüpfungen werden mit dem Finger in den Unlock-"Ring" gezogen, so wird das Handy entsperrt und die jeweilige App sofort gestartet - keine zusätzlichen Klicks sind notwendig. Das System wirkte recht gut gemacht und könnte tatsächlich sehr praktisch sein.

    Darüber hinaus wurde Sense 3.0 animationstechnisch um einiges aufgemöbelt. Beim sog. "Leap View" (der Übersicht der Homescreens) zoomen die Thumbnails der Homescreens nun nicht einfach herein, sondern drehen sich dabei auch noch.
    Beim Hin- und Herwischen zwischen Homescreens hat man einen sehr ansehnlichen Würfeleffekt. Die HTC-Widgets sind hierbei sogar zusätzlich animiert - mehr hierzu im Hands-On-Video später.
    Diese Animationen machten zwar einen relativ guten Eindruck (abgesehen von der mäßigen Performance aufgrund der noch nicht angepassten Software), gleichzeitig läuft HTC Sense meiner Meinung nach aber Gefahr, etwas überladen zu wirken. Etwas simplere (aber nicht weniger schöne) Animationen wären hier angebracht.
    Ein kleines neues Feature ist das Infinite Scrolling - wischt man über den letzten Homescreen hinaus, landet man wieder beim ersten - eine doch relativ praktische Funktion, wie ich finde.

    Ebenfalls neu integriert wurde HTC Watch. Dieser Service, der im Juni starten soll, ermöglicht dem Nutzer, aktuelle Filme zu kaufen oder zu leihen, und sie entweder am Smartphone selbst oder via Stream auf dem Fernseher anzusehen.
    (Der Stream via DLNA wird in Deutschland mindestens vorerst nicht verfügbar sein - aus lizenzrechtlichen Gründen. Stream via HDMI-Kabel soll aber funktionieren.)
    Die Auflösung hängt wohl vom jeweiligen Film ab und kann bis zu Full HD sein.
    Bei Launch des Services sollen ca. 600 Filme bereitstehen. Diese werden sich eher am aktuellen Programm orientieren.
    Das HDMI-Kabel wird separat erhältlich sein und ca. 35 Euro kosten.

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    Fazit

    Das hört man zwar in letzter Zeit oft, aber hier trifft es wieder zu, finde ich: das HTC Sensation ist eher ein evolutionäres Update (zum Desire HD, vor allem) als ein revolutionäres.
    Die Hardware klingt jedenfalls gut und das Gerät fühlt sich sehr schön an. Zur Software lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt leider noch nicht viel sagen, die neue Ideen beim Lockscreen und HTC Watch machen jedoch einen guten Eindruck.

    Das HTC Sensation wird aber Mitte Mai exklusiv bei Vodafone und einen Monat später auf dem gesamten Markt für eine UVP von 599 Euro erhältlich sein. (Der Marktpreis wird hoffentlich etwas darunter liegen.)


    Diskussion zum Beitrag

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    Pyrazol, 19.04.2011
    segelfreund, anime, rewind und 23 andere haben sich bedankt.
  2. Update: Hier nun unser Hands-On-Video.

    YouTube - HTC Sensation - Hands On
     
    Pyrazol, 20.04.2011
    ses, GuyLee, Omerta und 12 andere haben sich bedankt.

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