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Marktgeschehen: Nokia streicht 730 Stellen in Deutschland

News vom 15.06.2012 um 12:24 Uhr von P-J-F

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Nokia kann wohl zu Recht als angeschlagener Riese betitelt werden. Der ehemalige Marktführer für Mobiltelefone aus Finnland hat einstmals den Umstieg vom Feature-, auf das Smartphone verpasst und ist derzeit immer noch auf der Suche nach dem richtigen Konzept und in der Warteschleife für das richtige mobile Betriebssystem, um der Verlustzone zu entkommen. Allein im ersten Quartal musste man knapp eine Milliarde Euro Verlust in die Bücher schreiben und befindet sich aktuell auf hartem Konsolidierungskurs, was die schöne Umschreibung für große Sparmaßnahmen ist. Im Zuge dieser trennt man sich von weiteren 10.000 Angestellten weltweit, in Deutschland wird bis Ende September das Entwicklungszentrum in Ulm geschlossen, 730 Mitarbeiter werden entlassen. Das ist knapp die Hälfte aller Nokia-Beschäftigten in Deutschland und weitere 20 Prozent der verbliebenen gut 53.000 Stellen weltweit. Zeitgleich hat der Konzern die zweite Gewinnwarnung innerhalb von neun Wochen bekanntgegeben, woraufhin der Aktienkurs um weitere 10 Prozent absackte und nun, mit weniger als zwei Euro, auf dem tiefsten Stand seit 1996 liegt.

Die einzige Hoffnung des Mobilfunkkonzerns liegt nun in den Händen von Microsoft und seinem Betriebssystem Windows 8, dass weiß auch Konzernchef Elop. Der frühere Microsoft-Manager muss auf einen Erfolg seines ehemaligen Arbeitgebers im mobilen Segment hoffen, sonst könnte der Kurs für Nokia weiter nach unten zeigen. Vorteile gegenüber der mittlerweile erdrückenden Konkurrenz von Google und Co. hofft Microsoft vor allem mit der einheitlichen Benutzung von Windows 8 auf PCs, Laptops, Tablets und Smartphones zu ziehen, die vor allem für große Firmenkunden bei der Vernetzung ihrer Unternehmen interessant sein dürfte. Der Startschuss des neuen Windows soll noch in diesem Jahr erfolgen. Als Android-Enthusiast könnte man natürlich jubilieren und sich für die gute Entscheidung, aktuell aufs richtige Pferd zu setzen gratulieren, man bedenke aber, dass nur ein gesunder Konkurrenzmarkt langfristig dafür sorgt, dass auch Google immer das beste Ergebnis zum kleinstmöglichen Preis anbieten muss, um sich weiter zu behaupten. Daher kann ein gesundes Nokia, vielleicht mit einem starken Microsoft OS, auch im Interesse der Android-Gemeinde sein.

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Auch ich hatte eins und bin immer noch begeistert: ein Nokia 5110 Baujahr 1998

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(im Forum "Smalltalk und Offtopic")

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Quellen:
Nokia stürzt noch tiefer - Nachrichten Print - DIE WELT - Wirtschaft (Print DW) - WELT ONLINE
Nokia streicht 10.000 Jobs - Aus für Standort Ulm | Top-Nachrichten | Reuters
Harter Wettbewerb bei Smartphones: Nokia meldet eine Milliarde Verlust - Wirtschaft - Tagesspiegel
 

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