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Zollfreigrenze fällt weg ab 1.7.21

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W50L

W50L

Experte
Denkt daran:
wenn ihr noch bis 25€ zollfrei im nicht-EU-Land bestellen wollt dann müsst ihr das innerhalb der nächsten 14 Tage noch machen, ansonsten könnte die Lieferung nach den 1.1.21 eintreffen. Aus Erfahrung ist ab 25.11. mit massiven Weihnachtschinabestellungen zu rechnen und dann sind Lieferzeit bis Januar möglich.
Ab 1.1.21 entfällt die Zollfreigrenze bis 25€.
 
A

Abramovic

Lexikon
Mir ist das ehrlich gesagt egal, werde aber bewusst alles einzel bestellen und muss ich zum Zoll, dann warte ich bis zum letzten Tag. Mal sehen, ob das klug war und ob sich die 2€ bei 20€ Warenwert lohnen.
 
D

Dr.No

Ehrenmitglied
Ich dachte die Zollfreigrenze sollte schon dieses Jahr gefallen sein? Ich hatte im Juni ein Paket um die 16€ wo DHL(-Express?) seinen Zuschlag für seinen Zoll-Service aufgeschlagen hat. Das fand ich gar nicht lustig.
 
W50L

W50L

Experte
jandroid schrieb:
wurde auf den 01.07.2021 verschoben:
Da ist mir neu, aber da bleibt ja die Hoffnung, dass es nochmal verschoben wird oder nie in Kraft tritt
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Dr.No schrieb:
Ich dachte die Zollfreigrenze sollte schon dieses Jahr gefallen sein? Ich hatte im Juni ein Paket um die 16€ wo DHL(-Express?) seinen Zuschlag für seinen Zoll-Service aufgeschlagen hat.
Der Zoll kann auch unterhalb der Freigrenze die Ware kontrollieren wenn er gerade dazu Lust hat oder er Unregelmäßigkeiten vermutet und dann macht die Post den Zollservice mit.
Kenn ich aber so, das die Post bei dir vorher fragt ob der Service mitgemacht werden soll, oder ob man Annahme verweigert. Das ist mir schon passiert, das 1€-Artikel vorgestellt werden soll beim Zoll, aber die Vorstellung kostet mehr als der Artikel wert ist und dann verweigert man, das wird billiger auch wenn die Ware dann weg ist, im 1€ Bereich ist das verschmerzbar. Einfach neu bestellen, es ist unwahrscheinlich dass man zwei Mal dran kommt.
 
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D

Dr.No

Ehrenmitglied
@W50L Leider hat DHL nicht vorher gefragt, sondern ungefragt den Service durchgeführt. Ich hatte dann die Annahme verweigert und wollte das selber verzollen. Das ging aber nicht so einfach. Das Paket liegt dann ja schon bei der DHL, und dann geht das Prozedere erst richtig los. Der Zoll (oder DHL) fragt erst einmal den Lieferanten, ob er die Ware verzollt. Ansonsten wird die Ware entweder vernichtet, oder auf meine Kosten zurückgesendet. Da ich die Ware aber dringend brauchte (Medikamente für unsere Katze), habe ich dann in den süßlichsauren Apfel gebissen und DHL doch den Service bezahlt.
 
MuP

MuP

Guru
Aktuell drückt wohl UK bei Hongkong-Warenimporten bzgl Einfuhrumsatzsteuererhebung oft ein Auge zu.
Nordirland (UK) > Irland (EU) könnte ab 1. Januar 2021 das nächste Schlupfloch werden, wenn UK aus der EU ausscheidet und die
Landgrenze nicht kontrolliert wird.
Gibt es noch andere Möglichkeiten für Schlupflöcher, Portugal, Spanien?
 
W50L

W50L

Experte
MuP schrieb:
Gibt es noch andere Möglichkeiten für Schlupflöcher, Portugal, Spanien?
Ja, es gibt immer wieder andere Routen , auch wird oft über scandinavische Länder eingeführt die das etwas laxer sehen oder andere inländische Vorschriften haben und dann wird umdeklariert, weil man da ein Zwischenlager hat und dann es ja EU ist, da gibt's schon noch paar Wege. Auch hab ich schonmal von scandinavischen Zollämten den Aufkleber drauf gehabt das jenes Produkt gem. Paragraph xy nicht der eu-Regularien entspricht, aber bekommen hab ich's trotzdem.

Portugal und Spanien sowie Italien sind keine Schlupfloch sondern eher Problemregionen, denn da gibt es Regionen die zollfrei sind und dann bestellst du aus Portugal, Spanien oder Italien und musst plötzlich Verzollen, also da ganz vorsichtig sein und sich informieren.
Die Nachverzollung gilt übrigens auch für den deutschen Ort Büsingen der auf Schweizer Gebiet liegt, also immer schön aufpassen wenn bei eBay Standort Deutschland/Büsingen steht.
 
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jandroid

jandroid

Lexikon
Die Deutsche Post schreibt auf ihrer Seite:
Für jede in die EU importierte Sendung muss eine Zollanmeldung mit Abgabenerhebung durchgeführt werden. Einfuhrumsatzsteuer fällt bereits ab 1 Cent Warenwert an.
Da wird noch einiges an Umstellung auf diejenigen zukommen, die häufig im EU-Ausland bestellen. Der Zoll wird den stark erhöhten Verwaltungsaufwand und die damit ansteigenden Kosten nicht stemmen können bzw. wollen.
Es wird notwendigerweise auf eine Automatisierung im Sinne der Digitalisierung und somit auf eine Umwälzung auf den Händler und den Käufer hinauslaufen. Allein die Umstellung der Digitalisierung wird aber aufwändig werden und zwangsläufig mit Fehlern behaftet sein - zumindest zu Beginn - da es sich um weltweit eingesetzte Systeme handeln wird.

Etwas Hintergrundwissen dazu gibt es auf paketda.de
"Weil zukünftig sämtliche Sendungen vom Zoll abgefertigt werden müssen, stellt sich die Frage nach dem Arbeitsaufwand und möglichen Verzögerungen im Internationalen Postzentrum (IPZ) Frankfurt. Damit der Zoll nicht in einer Paketflut untergeht, müssen die Sendungen künftig automatisiert abgefertigt werden.

Die automatische Zollabfertigung kann entweder durch eine nachträgliche Digitalisierung gedruckter Zollinhaltserklärungen erfolgen. Oder der Absender stellt die Zollinformationen schon beim Absenden zur Verfügung. Letzteres ist beim Versand von und in die USA zu erwarten (Paketda berichtete).

Beim Paketversand mit anderen Ländern (vor allem China) müssen die gedruckten Zollinhaltserklärungen gescannt und per Texterkennung ausgelesen werden. Hierbei muss man als Kunde hoffen, dass die verwendete Software die Wertangaben korrekt entziffert, weil die Einfuhrabgaben (Steuern und Zoll) sonst falsch berechnet werden. Falsche Abgaben nachträglich bei der Post oder beim Zoll zu reklamieren, ist sehr schwierig.

► Ab 2021 wird außerdem eine neue, digitale Zollanmeldung für Privatkunden möglich sein. Details dazu in diesem Artikel.

Softwarehersteller haben schon 2019 Erkennungssoftware für Zollinhaltserklärungen auf den Markt gebracht. Solche Software kann in Sortieranlagen integriert werden, die über eine herkömmliche Anschriften-Erkennung (OCR) für Briefe und Pakete verfügen. Zusätzlich zum Adressfeld kann die Software auch Zollformulare vom Typ CN22 / CN23 auslesen und Zolltarifnummern, Warenwerte, usw. erkennen. Auf Basis dieser Daten werden automatisch die fälligen Einfuhrabgaben (Zoll) berechnet.

Der britische Hersteller Lockheed Martin (eher bekannt für Kampfflugzeuge) entwickelte ein System namens "Minerva", das seit 2018 bei PostNord in Schweden eingesetzt wird. Ein deutscher Softwareentwickler ist die Planet intelligent systems GmbH aus Raben Steinfeld in Mecklenburg-Vorpommern. Deren "Argus"-Software war bislang auf die Erkennung von Adressen spezialisiert und wurde um OCR für Zollformulare erweitert (Quelle: parcel and postal technology international)."
 
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MuP

MuP

Guru
Dann wird es mehr "Geschenksendungen" für 0€ oder max. 45€ Warenwert geben.

Privatsendungen
 
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jandroid

jandroid

Lexikon
@MuP Wird bei Bestellungen von Unternehmen aber schwierig werden, dass auf Dauer als Privatsendung zu deklarieren. Auf den Trick fällt der Zoll schon lange nicht mehr herein. Man müsste es sich also tatsächlich von einer Privatperson zusenden lassen. Dann könnte es klappen.

Die Grenzen gelten sowohl für gewerbliche als auch für private Empfänger und sind auch bei Geschenken von Unternehmen gültig. Dass viele China-Shops die Sendung als „Gift”, also „Geschenk”, deklarieren, ändert nichts an der Zahlungspflicht des Empfängers.

Quelle: Zoll & Steuern bei Bestellungen aus China - So berechnen Sie beides!
 
A

Abramovic

Lexikon
Ich war schon mal beim Zoll wegen einem USB Kabel, waren keine 3$ und alles war gekennzeichnet (Artikelbeschreibung sowie Preis). Die ziehen auch auf Verdacht Pakete raus...
 
MuP

MuP

Guru
jandroid schrieb:
Man müsste es sich also tatsächlich von einer Privatperson zusenden lassen. Dann könnte es klappen.
In China dürfte es bei der Masse an Leuten kein Problem sein, immer wieder neu jemanden zu finden, der für eine Firma diesen Job übernimmt :cool:
 
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LukasZ

Neues Mitglied
Achja stimmt. Die nutzen dafür einfach Privatpersonen, ist bestimmt deutlich leichter, als in Deutschland
 
jandroid

jandroid

Lexikon
Nee, ist klar. Bei Millionen von Sendungen, die die Unternehmen aus China täglich in aller Welt versenden sollen sich Privatpersonen finden, die das übernehmen. Wie soll das logistisch funktionieren? 😂
 
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LukasZ

Neues Mitglied
Ja, eine Privatperson kann ja auch mal 100 oder mehr Sendungen verschicken. Nehmen wir mal an in einer Fabrik arbeiten 1.000 Menschen, von 1000 Leuten verschickt jeder 100 Sendungen und so weiter. Außerdem bezweifle ich, dass China überhaupt darauf schaut, wer wie viele Pakete versendet oder ähnliches
 
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Bearbeitet von hagex - Grund: Direktzitat entfernt. Gruß von hagex
MuP

MuP

Guru
Es gibt auch virtuelle Privatpersonen.
Einige haben sich auch schon vorgestellt.
Sind wohl miteinander verwandt wegen des Doppelnamens KI-BOT.
 
jandroid

jandroid

Lexikon
LukasZ schrieb:
Außerdem bezweifle ich, dass China überhaupt darauf schaut, wer wie viele Pakete versendet oder ähnliches
China dürfte das ziemlich egal sein. Aber hier geht es ja nicht um den Export aus China, sondern um den Import in die EU.
Und so dumm ist der Zoll nun auch wieder nicht, dass es nicht auffallen würde, wenn auf einmal Millionen von Sendungen von Privatpersonen aus China in Deutschland ankommen, anstatt von Unternehmen. 😀
 
MuP

MuP

Guru
Was kann der DE-Zoll bei als Privat/Geschenk deklarierten Sendungen schon machen?
Da gibt es internationale Abkommen.

China wird sicherlich nicht kooperieren, wenn der Export beeinträchtigt werden könnte.

Ich werde wohl in Zukunft viele chinesische Freunde haben :)
 
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jandroid

jandroid

Lexikon
Wenn du als Privatperson hin und wieder eine Privatperson in China beauftragst dir eine gewerbliche (Klein-)Sendung zu schicken und es als Privatsendung bzw. Geschenksendung deklarieren lässt, wird da sicherlich nichts passieren. Auch nicht, wenn du es über Wish oder Aliexpress bestellst.

Es geht aber um die Massen, wenn große Unternehmen viele Sendungen als Privatsendung bzw. als "Gift" (Geschenksendung) deklarieren. Da wird es Probleme geben, die es in der Vergangenheit schon gab und die nicht neu sind (unter Problem 8). Deshalb schreiben die großen Unternehmen aus China mittlerweile in ihrer FAQ oder AGB, dass es nicht als Geschenk versendet werden kann. Der Zoll wird das ab dem 01.07.2021 mit Sicherheit noch ausgiebiger prüfen.

Bei größeren Sendungen wie Smartphones, Notebooks, etc. hast du sowieso keine Chance. Die werden so gut wie immer kontrolliert und durchleuchtet.
 
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