Wofür noch root?

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Diskutiere Wofür noch root? im Allgemeines zu Root, Kernel und Custom-ROMs im Bereich Android Allgemein.
J

jskeletti

Fortgeschrittenes Mitglied
Nicht falsch verstehen: Ich hab bisher immer meine Geräte gerootet. Das ist auch ein Grund mir wieder mal ein OnePlus zu kaufen (zur Wahl steht aber auch das Pixel 4a), derzeit bin ich noch mit einem Xiaomi Mi A2 mit LOS unterwegs. Das OnePlus ist halt relativ einfach zu rooten. Dennoch stelle ich mir immer öfter die Frage: Wofür brauche ich heute noch root? Werbung ausschalten geht recht effektiv mit Blokada oder NetGuard. Dagegen ist es immer komplizierter root zu erlangen oder bei einem Update zu erhalten. Viele Apps wollen nicht mehr funktionieren, sobald sie den root Benutzer entdecken. Dieses ständige Katz und Mausspiel geht mir langsam auf den Zeiger. Die einzige App, die ich wirklich vermissen würde, wäre AFWall+, wobei dort ja eh die meisten Apps im WiFi, mobile Daten und Roaming betrieben werden, die Möglichkeit aber besteht, die Apps aus dem lokalen WiFi fernzuhalten.

Also (ohne jetzt eine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen zu wollen!!): Wofür noch root?

An die Mods: Ich weiß, das betrifft OnePlus Nord nur sehr wenig. Ich hab es hier rein platziert, weil ich das OnePlus kaufen möchte und mich über die rooting-Möglichkeiten informiert habe.
 
Walhalla360

Walhalla360

Moderator
Teammitglied
Hallo jskeletti,

ich habe mir erlaubt dein Thema hier her zu verschieben, da es ja eigentlich eine Grundsatzfrage ist und nicht wirklich gerätespezifisch. Ich denke hier erhältst du mehr unterschiedliche Meinungen zum Thema.

Grüße
Walhalla360
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Jetzt zu deiner Frage.

Gerade bei deinen ausgewählten Herstellern (OnePlus und Google) ist es ja sehr sehr einfach den Root nach einem Update beizubehalten (einfach nach einem System-Update Magisk in den inaktiven Boot-Slot installieren und neu starten).

Magisk Hide tut im Moment auch noch super seinen Dienst, wie es in ein paar Monaten aussehen wird werden wir dann sehen.

Im Moment finde ich schon, dass die Vorteile noch überwiegen, aber letztendlich ist halt die Frage für was man den Root benötigt.

Ich sichere gerne meine Apps inkl. Daten per Swift Backup und für den ein oder anderen meiner Tasker Tasks ist es auch ganz gut Root zu haben. Bei WhatsApp hole ich mir als gerne die unverschlüsselte Datenbank aus dem App-Verzeichnis und ordne alten Chatverläufen die neue Nummer des Kontakts zu. Ich mache eigentlich schon noch viel mit Root, sodass ich ihn schon irgendwie vermissen würde, aber letztendlich kommt es halt schon darauf an für was ihn der Einzelne benutzt und ob man auch einfach darauf verzichten kann.

Zu AFWall+, das könntest du auch ersetzen, wenn du von Blockada auf ADGuard wechseln würdest. Gibt es auch öfters bei Mydealz als Deal. Die Anwendung hat auch eine eingebaute Firewall.
 
Zuletzt bearbeitet:
D

Domi_nex

Stammgast
Ich würde jedenfalls den "root" auch vermissen, auch wenn ich Smartphones schon besessen habe die überhaupt den "root" nicht unterstützt haben fand ich das sehr schade, weil ich auch Custom-ROMs - TWRP-Recovery immer gerne benutze und ausprobiere.

Und zum Thema "Blokada" damit komme ich überhaupt nicht klar, den in aktuellen Internet Browsern werden die Websites gar nicht angezeigt.
 
A

Abramovic

Guru
Such einfach mal nach "top root apps android" und dann bekommst du ein paar Beispiele.
 
Otandis_Isunos

Otandis_Isunos

Ehrenmitglied
Domi_nex schrieb:
Ich würde jedenfalls den "root" auch vermissen, auch wenn ich Smartphones schon besessen habe die überhaupt den "root" nicht unterstützt haben fand ich das sehr schade, weil ich auch Custom-ROMs - TWRP-Recovery immer gerne benutze und ausprobiere.

Und zum Thema "Blokada" damit komme ich überhaupt nicht klar, den in aktuellen Internet Browsern werden die Websites gar nicht angezeigt.
Ich verstehe bis heute nicht, wie man root und Custom Roms auf eine Stufe stellen kann. Das sind 2 Grundverschiedene Dinge. Root kann man auch auf einem Stock-System nutzen. Für eine Custom Rom benötigst du lediglich einen freien Bootloader und einen kompatiblen TWRP. Mehr nicht.
 
Albi

Albi

Fortgeschrittenes Mitglied
Ich brauch root für swift installer, swift backup, center clock und um die navbar zu verstecken. 🤷🏽‍♂️
 
Heizoelkocher

Heizoelkocher

Erfahrenes Mitglied
Warum roote ich alle meine Geräte?
Nun,
  • Titanium Backup
  • Akkuladung auf 85 % begrenzen (akkuschonend)
  • Crapware los werden, wie beispielsweise den Bixby
  • Systemtöne ändern wie den Kameraton
  • Warden: Tracker entfernen
  • Sicherheit: Wrong Pin Shutdown (3 x falsche PIN und das Gerät fährt runter)
  • und schließlich TWRP Backup and Restore
Firewall ist nicht aufgeführt, weil Netguard (läuft ohne Root) mehr kann als AFWall (ohne sehr tiefes Einarbeiten).
 
TomGeBe

TomGeBe

Erfahrenes Mitglied
Ich habe mal testweise mein Mi9 Lite ohne Root laufen lassen, weil meine BankingApp (photoTAN) nicht mehr mit Root läuft...
Diesen Test habe ich abgebrochen. Der Nutzen von Root ist für mich größer als der Nachteil einer nichtlaufenden App. Die habe ich auch auf meinem Tablet.

Nervige vorinstallierte Apps sind bei xiaomi.eu eh schon weitgehend entfernt und der Rest ließe sich auch ohne Root entfernen. Auch viele Systemeinstellungen und Features, wofür man früher Root brauchte sind da auch schon vorhanden (z.B. Firewall und diverse Designeinstellungen)
Den Sicherheitsaspekt habe ich natürlich auch betrachtet, aber ich habe für mich so entschieden, dass ich das Risiko eingehe ;)

Anwendungen, bei denen man Root nur bedarfsweise einschalten könnte:
- Titanium Backup
- RootExplorer

Die Anwendungen, die aber ständig aktivierten Root benötigen:
- Musik im Auto mit deutlich besserem Klang anhören (Viper4Android)
- Verschiedene Profile mit aProfiles automatisch je nach Ort aktivieren
- Systemweite Werbefreiheit mit AdAway. Blokada sehe ich da nicht als geeigneten Ersatz an (sehe ich auf meinem ungerootetemTablet)
 
happy-drummer

happy-drummer

Ambitioniertes Mitglied
Ein wahnsinnig spannendes Thema. Mir dünkt, vielen (euch hier natürlich nicht!) ist die Macht eines unlocked/root-Gerätes gar nicht bewusst.

Ich roote meine Geräte sozusagen von der zweiten Stunde an. Mein erstes gerootetes Smartphone lief noch mit WindowsMobile6.5. Okay, da hieß es nicht root, aber ich habe auch WM6.5 schon "geknackt", um es nach meinem Belieben einstellen zu können. Dann ging es mit Android... ich glaube es war 2.3 Gingerbread weiter. Dabei hatte ich all die Jahre ausschließlich HTC-Geräte, da dort die Garantie erhalten blieb (außer bei nachweislichem Overclocking nach dem Root und ähnliche Extremnutzungen - die war für mich aber nie einThema).

Warum mache ich das alles? Ganz einfach. Ich verfolge seit 15 Jahren ein Motto:
MEIN Gerät = MEINE Daten

Das bedeutet schlicht, ich würde sogar 30% Leistungsverlust in Kauf nehmen, wenn ich dafür den Datenabgang besser kontrollieren kann. Den meisten Menschen ist gar nicht bewusst, welche Macht sie Google, Facebook und Co mit der Nutzung eines Androiden stillschweigend übergeben. Und das Risiko sind für mich gar nicht mal die Daten an sich, sondern die META-Daten, die hinter den Kulissen durch KI's, dessen Leistung wir und nur kaum vorstellen können, verknüpft werden. Ich lehne es ab, als gläserner Bürger umher zu laufen. Klar lässt sich nicht alles vermeiden. Aber wenn es einen Weg gibt, gehe ich gerne.
Und wer mit im Dialog immer sag "Ach, ich habe nichts zu verbergen, was wollen die denn schon bei mir lesen. Die paar SMS? Und meinen Standort? Ist mir egal!", dem sage ich immer "Frage ich das beim nächsten Mal, wenn du in deinem Schlafzimmer die Vorhänge zuziehst, bevor du nackt durch die Wohnung rennst!".

Von daher mein Weg:

Bootlaoder-Unlock
CustomRecovery
CustomROM (auf meinem letzten HTC10 und auf meinem jetzigen Xiaomi läuft cdDroid auf Basis Android11)
microG mit Aurora-Fakestore (im Fakestore anonym, also ohne Google-Account unterwegs)
MAGISK (HIDE ist dabei für alle Apps aktiviert, außer für die Profi-Apps wie die hier genannten 🙂 )
MAGISK Module riru & EdExposed, in EdExposed dann die zwei nachfolgenden Module
AFWall+ (inkl. Skripte für eigene DNS-Server-Einstellungen)
XPrivacyLuaPro (vom Programmierer Marcel Bokhorst nutze ich auch den privatsphären-freundlichen Emailclienten "Fair-Email")
Titanium-Backup (täglich 9 Uhr Backup aller selektierten Apps und Einstellungen)

XPrivacyLuaPro habe ich so eingestellt, dass alle (!!) Apps die selben Fakedaten (SN, AndroidID, Google-WerbeID, Standortdaten) sehen. Alle Daten werden bei jedem Reboot randomisiert. 😆
Einzig die Standortdaten sind immer gleich. Bis vor zwei Jahren lief ich rund um die Uhr am Berliner TV-Turm umher. Die Bewegungssimulation in GoogleMaps sah immer sehr lustig aus. Die einzigen Apps, die wissen würden, wo ich wirklich bin, sind OsMand+ und CleverTanken. Beide Apps sehen aber z.B. nicht meine Geräte-SN, nicht mein Adressbuch, nicht meine AndroidID oder Google-WerbeID und auch nicht meine Netzwerkdaten).

Einige von euch fragen nun bestimmt: was ist mit Banking-Apps?
Nunja, Banking gehört per se niemals auf ein Smartphone. Aber was die PhotoTAN-Apps betrifft: läuft!
Ich hatte bis vor einem Jahr die PhoneTAN-App der comdirekt. Seit Magisk22 läuft die, davor gab es zugegeben Probleme. Nun habe ich consors. Läuft auch. Auch zwei BörsenApps laufen. Wichtig ist hier schlicht, dass man in XPrivacyLuaPro auf App-Ebene eben diesen Apps immer feste Fakedaten zum Gerät vorgaukelt. Dann klappt es.

Bei einigen Apps kann es sein, dass man sich stufenweise herantasten muss, wie viel man in XPrivacyLuaPro freigeben muss, bis läuft.

Bislang funktioniert meine Einstellung ganz gut:
Eine App, die nicht so läuft, wie ich es möchte, die brauche ich dann auch nicht.

Die generelle Aussage, dass Root & Co ein Sicherheitsrisiko darstellt, kann ich nicht unterstützen. Solange man den Prozess "brain.exe" dauerhaft laufen lässt und nicht jeden Link anklickt und sich ein wenig mit der Materie auseinandersetzt, sehe ich kein Risiko. Nicht mehr als an jedem PC. 😁

Das meiste davon habe ich mir über Jahre selbst angeeignet. Hier im Forum, auch bei den xda-devs, aber auch im Blog von Mike Kuketz, vom dem ich mein Credo "MEIN Gerät = MEINE Daten" übernahm.

Man kann sich im Aurora-Fakestore auch mit seinem Google-Account anmelden, dann sieht man sogar seine gekauften Apps.
Das klappte bei mir auch bei zwei Apps sehr gut. Da die für mich wichtigere App, der n7-Player aber dennoch nicht lief, ohne dass ich ihr Zugriff auf meine Gerätedaten erlaubte, habe ich die anderen zwei gekauften Apps direkt beim Programmierer erneut gekauft (ich weiß, das bieten nur wenige an) und bin vom n7Player auf Musicolet gewechselt und bin seit dem völlig anonym im Store unterwegs. Okay nicht ganz, denn um Updates ziehen zu können, muss Aurora Zugriff auf meine App-Liste haben. Und selbst die ist schon ein individuelles Merkmal.

Fazit: ich kaufe meine Geräte seit mindestens 10 Jahren ganz konkret nach der Unlock-Möglichkeit.
 
Otandis_Isunos

Otandis_Isunos

Ehrenmitglied
happy-drummer schrieb:
Mir dünkt, vielen (euch hier natürlich nicht!) ist die Macht eines unlocked/root-Gerätes gar nicht bewusst.
Doch, natürlich. Ich habe auch Jahrelang meine Geräte gerooted. Ich hab aber absolut kein Bock mehr auf dieses Katz und Mausspiel zwischen irgendwelchen coolen rooting-Apps, die irgendwas verstecken (und das nicht mal zuverlässig) und meinen Apps, die ich immer nutze (Netflix, Amazon Prime, Disney+, etc pp).

Auch bezahle ich mit dem Smartphone, dass ist mit root nur umständlich, wenn überhaupt möglich. Diese Funktion möchte ich absolut NICHT mehr missen, da es WESENTLICH! angenehmer ist, als mit EC-Karte zu bezahlen.


happy-drummer schrieb:
MEIN Gerät = MEINE Daten
Kannst du auch ohne root haben. Gibt da so Apps, die nennen sich Blockada, AdGuard etc pp. Die machen ein lokales VPN auf und dann kannst du innerhalb der App festlegen, wer was darf. Ob die Apps Internet haben, ob sie vom VPN ausgenommen werden etc pp und du hast zufällig auch den netten Nebeneffekt, dass Werbung weggeblockt wird. Okay, nicht in der Originalen Youtube-App, aber dafür gibts ja NewPipe oder Vanced.

happy-drummer schrieb:
Nunja, Banking gehört per se niemals auf ein Smartphone.
Sagt wer? Das ist vielleicht deine Meinung, repräsentiert aber nicht die Meinung für alle und so wie du es geschrieben hast, sollte es für alle gelten. Ich sehe das nämlich anders. Ich mache sehr gerne Onlinebanking auf dem Smartphone. Zücke mein Chip-TAN Gerät und zack fertig.
 
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happy-drummer

happy-drummer

Ambitioniertes Mitglied
Otandis_Isunos schrieb:
Doch, natürlich. Ich habe auch Jahrelang meine Geräte gerooted. Ich hab aber absolut kein Bock mehr auf dieses Katz und Mausspiel zwischen irgendwelchen coolen rooting-Apps, die irgendwas verstecken (und das nicht mal zuverlässig) und meinen Apps, die ich immer nutze (Netflix, Amazon Prime, Disney+, etc pp).
Wer solche Apps zum Leben braucht, kommt nicht umhin, sich nackig zu machen. Wer diese System füttern will, nur zu, der muss mit den Folgen leben.

Otandis_Isunos schrieb:
Auch bezahle ich mit dem Smartphone, dass ist mit root nur umständlich, wenn überhaupt möglich. Diese Funktion möchte ich absolut NICHT mehr missen, da es WESENTLICH! angenehmer ist, als mit EC-Karte zu bezahlen.
Ich kann nicht behaupten, dass ich hinter mir in der Schlange an der Kasse eines Supermarktes genervte Gesichter sehe, wenn ich eine stinknormale EC-Karte oder besser noch Bargeld heraushole.
Wie bereits geschrieben: das muss jeder mit sich selbst ausmachen, ob er dieses System füttern will oder nicht.

Otandis_Isunos schrieb:
Kannst du auch ohne root haben. Gibt da so Apps, die nennen sich Blockada, AdGuard etc pp. Die machen ein lokales VPN auf und dann kannst du innerhalb der App festlegen, wer was darf. Ob die Apps Internet haben, ob sie vom VPN ausgenommen werden etc pp und du hast zufällig auch den netten Nebeneffekt, dass Werbung weggeblockt wird. Okay, nicht in der Originalen Youtube-App, aber dafür gibts ja NewPipe oder Vanced.
Ja okay, es ist ein Weg. Aber nur ein halbgarer. Wenn Du schreibst, dass man die Privatsphäre auch ohne Root haben kann, hast Du den Zusammenhang zwischen Daten und Metadaten nicht vollends verstanden.

Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ich mittels Blockada & Co. einzelnen Apps den Zugriff auf das Internet verwehre (das macht bei mir AFWall+) oder über ein VPN leite (das ist bei mir sowieso immer an - mit immer wieder verschiedenen VPN-Servern), oder aber...und DAS ist der wesentliche Unterschied:
jenen Apps, die online gehen dürfen (egal ob mit oder ohne VPN) die Berechtigungen auf meinem Androiden entziehe.

Beispiel:
App A darf online gehen. Diese App sammelt auf Deinem Gerät munter Daten und diese werden hinter den Kulissen fleißig verknüpft. Die Datenkraken kennen die meisten Menschen besser, als der eigene Lebenspartner.
App B darf nicht online gehen. Sammelt auch Daten, aber die gehen ja nirgends hin.
Mit Blockada lässt sich nur App B "einsperren". Bei App A hast du mittels Blockada keine Möglichkeit, den Umfang (!!!!) der gesendeten Daten zu kontrolieren.

Mit Root sieht das bei mir ganz anders aus:
App A (sagen wir mal ein kurzweiliges Spiel wie Solitär, oder der Taschenrechner) will einiges über mein Gerät wissen und mir nicht bekannte Server anfunken. App A ist innerhalb des Systems nicht weiter geblockt, aber AFWall+ sagt "STOP!".
Soll die App doch sammeln, kommt es nichts raus. Das ist analog zu Blockada.
App B (sagen wir mal die Facebook-App [ich selbst nutze SlimSocial, das macht recht wenig im Vergleich zur Originalen FB-App]) muss natürlich online gehen können, um überhaupt zu funktionieren. Was dann alles gesendet wird, kontrolliere ich dank EdXposed & XPricavyLua(Pro) jedoch selbst. Daten über mein Gerät (Seriennummer, AndroidID etc.pp.) werden durch Fakedaten ersetzt, wobei XPricavyLuaPro diese bei jedem Reboot (mache ich alle 2-3 Tage) durch randomisierte Daten ersetzt.
Wieder nach dem Motto "MEIN Gerät = MEINE Daten".

Verstehst Du den Unterschied?
Bei Blockada und allen anderen Apps (selbst bei NetGuard, das auch vom XPricavyLua-Programmierer Marcel Bokhorst stammt) kannst du A blocken und B durchlassen. Was B dann aber macht, kannst Du nur erahnen.

Anbei mal ein paar Screenshots, die das bildlich verdeutlichen. Rote Haken bedeuten dabei "blockiert". Nur Bereiche ohne Haken dürfen von der jeweiligen App erfasst werden.

Die Amazon-App:
- Netzwerkdaten >> okay, für die Spracheinstellungen, die dann automatisch geladen werden. Geht aber auch ohne
- Kamera >> okay, um Barcodes einzuscannen und Artikel direkt zu suchen. Ich habe noch keine Gicht, ich kann selbst tippen
- Anwendungsliste? Wozu? Geht alles ohne!
- Identifier? Achtung Metadaten!
- Tracking? Achtung Metadaten!
- Sensoren? Achtung Metadaten! Jedes Gerät ist eindeutig. Viele Sensoren haben eine eindeutige Signatur.
Auch die App-Liste macht jedes Gerät eindeutig.
Mit Blockada kommt man hier nicht weit. Entweder man erlaubt Amazon den Onlinezugang (völlig egal ob mit oder ohne VPN) oder nicht. Im letzten Fall ist die App per se nutzlos.

Die FreeCell-App:
Hier habe ich mal alles geblockt und das Spiel gestartet, um aufzuzeigen, was das Spiel alles über mich wissen will.
Das alles kommt eh nicht raus, da in AFWall+ geblockt.

XPrivacyLua - Pro-Einstellungen (es lohnt sich, die Pro zu kaufen und den Entwickler zu unterstützen)
Alles, was hier zu sehen ist, wird sozusagen den jeweiligen Apps vorgeschoben. Der Screenshot zeigt globale Fakedaten. Diese lassen sich auf App-Ebene definieren. Das macht Sinn bei Bank-PhotoTAN-Apps, die bei randomisierten Fakedaten das Gerät nicht mehr erkennen und den Dienst verweigern. Da muss man einmal auf App-Ebene Fakedaten festlegen, Random deaktivieren und dann die App mit der Bank verknüpfen.
Alles andere, was hier nicht steht, wie Kontakteliste und Appliste wird einfach als "leer" vorgegaukelt, wenn eine App danach fragt.

DAS ist der entscheidende Unterschied zu Blockada!

Das sind übrigens nur die Hauptansichten zu den jeweiligen Apps. Wenn man neben dem App-Namen auf das Zahnrad klickt, sieht man ein Vielfaches mehr an Details. Diese Screenshot wollte ich mir aber ersparen. Das wären mehrere Seiten gewesen. :)

Zugegeben, für XPrivacyLua muss Xposed installiert sein, und genau das führt bei bestimmten Apps wie Ebay, vielen Bank-Apps, Netflix und Co zu Problemen, da diese Apps eine SafetyNet-Prüfung machen. Die schlägt bei Xposed (egal ob das alte Xposed bis Android 7, oder seit Android 8 EdXposed oder LSPosed) aber immer fehl. Das kann man umgehen, indem man Xposed vor den jeweiligen Apps verbirgt, dann aber ist man eben jenen Apps gegenüber wieder nackig.
Und da greift wieder mein Motto "MEIN Gerät = MEINE Daten" und Verbindung mit meiner Einstellung "eine App, die nicht so funktioniert, wie ICH es will, brauche ich dann auch nicht."

Es muss ich jedes selbst sein Bild machen. Man muss aber das Thema Metadaten sehr kritisch hinterfragen und sich mal mit den Techniken der großen Datenkraken auseinandersetzen.
Merken wirklich so wenige Menschen, welchem Zweck das alles dienen soll und wird, wenn wir nicht aufpassen?
 

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Otandis_Isunos

Otandis_Isunos

Ehrenmitglied
happy-drummer schrieb:
Wer diese System füttern will, nur zu, der muss mit den Folgen leben.
Welche Folgen genau sollen das sein? Das musst du mir mal erklären.

happy-drummer schrieb:
Ich kann nicht behaupten, dass ich hinter mir in der Schlange an der Kasse eines Supermarktes genervte Gesichter sehe, wenn ich eine stinknormale EC-Karte oder besser noch Bargeld heraushole.
Also ich finde das schon eine erhebliche Zeitersparnis, wenn man einfach sein Handy dran hält, wartet und der Bezahlvorgang abgeschlossen ist. Keine PIN, keine Unterschrift etc pp. Und nein, man kann nicht einfach so wahllos Geld abgreifen, denn der Bezahlvorgang funktioniert nicht, wenn das Telefon gesperrt ist.

Dennoch witzig, dass man versucht auf Biegen und brechen allen Apps irgendwas wegzunehmen. Machst du das auch so am PC? Und das beste ist dann immer noch (auch ich bin so einer), dass man denkt, man ist unsichtbar, wenn man einen VPN benutzt, um seine IP zu verstecken und sich im Google Account angemeldet hat und diesen auch nutzt. Sehr clever. Aber hey, was weiß ich schon.
 
TomGeBe

TomGeBe

Erfahrenes Mitglied
happy-drummer schrieb:
Merken wirklich so wenige Menschen, welchem Zweck das alles dienen soll und wird, wenn wir nicht aufpassen?
Huhh, die große Weltverschwörung ;)
 
happy-drummer

happy-drummer

Ambitioniertes Mitglied
Otandis_Isunos schrieb:
Dennoch witzig, dass man versucht auf Biegen und brechen allen Apps irgendwas wegzunehmen. Machst du das auch so am PC?
Kurze Antwort: ja!
Sogar noch tiefgreifender. :)

Otandis_Isunos schrieb:
Und das beste ist dann immer noch (auch ich bin so einer), dass man denkt, man ist unsichtbar, wenn man einen VPN benutzt, um seine IP zu verstecken und sich im Google Account angemeldet hat und diesen auch nutzt. Sehr clever. Aber hey, was weiß ich schon.
Das ist sehr schade, dass Du so denkst. Ob "man" auch so denkt, kann ich nicht beurteilen. Ich für meinen Teil denke nicht so und habe natürlich nicht einen einzigen persönlichen Account auf meinem Smartphone. Alles andere wäre für mich auch schlicht unlogisch und nur halbgar.

Am Ende muss es doch jeder selbst entscheiden, weil Geistes Kind er ist und was er mit seinem Smartphone alles machen lässt und was nicht.
 
X

xyzUpdate

Fortgeschrittenes Mitglied
Derzeit verwende ich Root für folgende Apps:
- Adaway
- Contacts Sync
- KMod FWA
- MiXplorer
- TeMeFi
- Titanium Backup
- YouTube Vanced

Für mich ist Contacts Sync am wichtigsten, da so die Kontaktbilder von WhatsApp auf meine Kontaktbilder (synchronisiert mit CardDAV) in Outlook übertragen werden.

Für mich stellt sich die Frage, ob es bei den genannten Apps Alternativen gibt, sodass ich auf Root vom S22 (wenn es rausgekommen ist) verzichten kann oder würdet ihr es trotzdem rooten?
 
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