Soundboard: Rechtliche Dinge (Urheberrecht)

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Diskutiere Soundboard: Rechtliche Dinge (Urheberrecht) im Android App Entwicklung im Bereich Betriebssysteme & Apps.
niktik

niktik

App-Anbieter (kostenpfl.)
Hallo zusammen :biggrin: ,

Ich bin neu in diesem Forum und recht neu in der Android Programmierung und mittlerweile so weit, dass ich meine ersten kleinen Apps im Play Store veröffentlicht habe. Bei meiner neusten App handelt es sich um ein Soundboard, welches vom Design und der Aufmachung her an die App "Instant Buttons" erinnert. Sounds habe ich allerdings andere genommen und bei diesen auch immer darauf geachtet, dass es sich um rechtefreie Sounds handelt und ich sie für kommerzielle Projekte nutzen kann, da ich Werbung einbinde.

Die App ist zu finden im Play Store unter dem Namen "Funny Instant Buttons"

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.niktik.soundboard

Meine eigentliche Frage ist nun aber: Wie ist das eigentlich bei Soundboards, wie zum Beispiel bei der App "Instant Buttons" selbst? Die Soundschnipsel, die dort abgespielt werden stammen ja zum Teil von ganz sicher urheberrechtlich geschützen Inhalten (z.b. Fernsehserien). Man hat als Benutzer ja sogar die Möglichkeit, eigene Sounds einsenden zu können, wo die Entwickler in diesem Fall ja gar nicht wissen können, ob das Material geschützt ist oder nicht. Die App ist zwar kostenlos aber es wird dort ja Geld durch die Werbung verdient, also dürften die Entwickler doch eigentlich kein urheberrechtlich geschütztes Material verwenden oder sehe ich das falsch?
Oder gibt es soetwas wie eine Sonderregel, das kleine Ausschnitte von Urheberrechtlich geschütztem Material erlaubt sind?

ich bin gespannt auf die Antworten; Grüße Niktik :smile:
 
A

amfa

Experte
Naja.. Die Macher kommen aus Spanien.
Ka wie die Rechtslage da ist.

Meiner Meinung nach verstößt das aber hier bei uns gegen das Urheberrecht.
Daher denke ich, dass es so ohne Einwilligung des Rechteinhabers nicht erlaubt ist, aber wo kein Kläger da kein Richter.

Urheberrecht ist nun mal in erster Linie Zivilrecht, solange sie niemand beschwert kann man erst mal machen was man will (Allerdings kann die "Beschwerde" auch direkt in der teuren Form der Abmahnung kommen)
 
ui_3k1

ui_3k1

Gesperrt

Ich schließe mich amfa an...
... ich denke wer sich ganz sicher sein will, sollte sich juristischen Rat suchen.
 
R

rihntrha

Guru
Und es hat nix damit zu tun ob man Geld damit verdient (weil du es immer extra erwähnst).
Auch kostenlose Software (deren Quellcode evtl. sogar unter GPL steht) ist kein rechtsfreier Raum. Auch dort kann man sich nicht einfach Töne, Cliparts oder ähnliches per Google zusammenklauen.

cu
 
niktik

niktik

App-Anbieter (kostenpfl.)
Okay, dass man natürlich auch bei Apps, an denen man nichts verdient, keine urheberrechtlich geschützten Inhalte verwenden darf stimmt aber ich finde es hat noch einen bittereren Beigeschmack, wenn man sich daran auch noch bereichert. Außerdem finde ich, dass die Rechteinhaber so noch mehr einen Grund haben, die Entwickler zu verklagen, weil diese ja die fremden Inhalte nicht nur benutzen, sondern damit auch Geld verdienen
 
ui_3k1

ui_3k1

Gesperrt

Hehe, wenn du deine Meinung schon so schön beschreibst, tue ich das doch auch glatt mal...
Für mich beispielsweise ist Kim Schmitz ein Held und Raupkopierer keine "richtigen Straftäter".
Den Stars, Plattenlables und Filmstudios die Einnahmen um einen kleinen Prozentteil zu kürzen und dafür Millionen von "mittellosen" Jugendlichen / jungen Erwachsenen und Studenten das Zeug für lau zur Verfügung zu stellen, ist meiner Meinung nach keine Straftat - besonders nicht in einem Staat, wo 15-jähige schon den vollen Fahrpreis für ein Bahnticket zahlen. Whaaat?! oO

Fazit: ist und bleibt verboten, in Deutschland sind wir aber durch die nicht-vorhandene Vorratsdatenspeicherung relativ unbeschwert was illegale Downloads angeht. Anders sieht es allerdings aus, wenn man Inhalte verbreitet - hier ist eine Strafverfolgung um ein Vielfaches wahrscheinlicher.
Also wenn man Inhalte bereitstellt, die Urheberrechte verletzten, dann doch wohl "hoffentlich" mit dem Gedanken der Gewinneinnahme - sich strafbar machen und das getreu dem Motto "aus Jux und Dollerei", ist meiner Meinung nach mit das Dümmste, was man in einem Rechtsstaat machen kann.

PS: schade, dass es in der Gesellschaft noch nicht angekommen ist, dass es wohl sinnvoller wäre eine App für ein paar Cent bei nem kleinen Entwickler zu kaufen, als Curt Cocaine, Amy "Wine"house und Konsorten den nächsten Schuss zu finanzieren.

(hoffentlich ist nach dem Beitrag die Aufregung nicht allzu groß - ist nur meine Sicht der Dinge. Und hoffentlich haben die Menschen, die ihn lesen, die geistige Reife um zu bemerken, dass es sich hierbei nicht um einen Aufruf zur Straftat handelt) :D
 
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