"Wasserdicht" vs. "Spritzwassergeschützt" - Verwechslungen können teuer werden

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P-J-F

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Philosoph
Das Galaxy S5 besitzt die höchste Schutzart nach dem verbreiteten IP-System. Da sich dieses Kriterium mittlerweile so weit verbreitet hat und, zumindest wenn es ums Marketing geht, mit in die Kaufentscheidung einfließt, werfen wir mal einen kurzen aber genauen Blick auf die Einteilung. IP steht für “International Protection” oder wird abweichend auch als “Ingress Protection” verwendet und besteht jeweils aus zwei Ziffern. Die erste beschreibt die Abwehrfähigkeit gegen feste Fremdkörper, die zweite gibt an, wie gut das jeweilige Produkt gegen eindringendes Wasser geschützt ist. In der ersten Kategorie reicht die Einteilung von 0 bis 6. Klasse 4 bietet immerhin Schutz gegen feste Fremdkörper ab einem Durchmesser von 1,0mm. Klasse 5 bedeutet “staubgeschützt”, Klasse 6 “staubdicht”.

Beim Wasser reichen die Schutzklassen sogar von 0 (kein Schutz) bis 8 (Schutz gegen dauerndes Untertauchen). Die momentan häufigsten Formen bei Smartphones und Tablets sind 5/6:Schutz gegen (starkes) Strahlwasser, bzw. 7/8: Schutz gegen (zeitweiliges) Untertauchen - hier geben die Hersteller in der Regel an, das ihre Geräte bis zu 30 Minuten in einer Tiefe von maximal einem Meter ohne Beeinträchtigung überstehen. Alles dazwischen bezieht sich auf Spritzwasser in verschiedener Form und Ausdehnung. Das Galaxy S5 bietet mit der IP-Zertifizierung 67 also auf dem Papier einen hohen Schutz für Konsumenten - interessant wird es natürlich, wenn jemand die Probe aufs Exempel statuiert und Samsung wegen eines Wasserschadens belangen will. Zum Vergleich: Das ebenfalls gerade erst vorgestellte Sony Xperia Z2 wirbt mit IP55 UND IP58-Klassifizierung. Es ist also einerseits “nur” staubgeschützt und nicht “dicht”, dafür hält es unter Wasser länger - Sony wirbt nicht zuletzt damit, dass mit dem dezidierten Auslöser (der Touchscreen funktioniert unter Wasser nicht) auch unter Wasser hervorragend in allen Lagen geknipst werden kann.

Einen Unterschied zwischen aktuellen 600€ High-End-Modellen mit IP-Zertifizierung und ihren entsprechend beworbenen Outdoor-Geschwistern liegt natürlich in der Bauart - so haben Smartphones von Cat oder Quechua auch entsprechend gummierte Gehäuse, bei denen einem nicht direkt bei jedem Stoß oder Sturz das Herz (und das Portemonnaie) blutet. Apropos Quechua - das eigentlich von Archos entwickelte Outdoor-Smartphone ist IP54-zertifiziert, also NICHT tauchfähig. Das hat Archos CEO Loic Poirier bei einer Präsentation des Modells aber offenbar etwas durcheinander gebracht - aber seht selbst im verlinkten Video.

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