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Facebook: Neue Werbemöglichkeiten, störende Anzeigen auf Bildern und ungebetene Bots

News vom 01.08.2012 um 12:15 Uhr von don_giovanni

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Zitat: "Facebook verdient dadurch Geld, dass es dir relevante Werbeanzeigen zeigt. Hier siehst du anhand eines Beispiels, wie das funktioniert." Neuerdings ist solch ein Beispiel jedes Foto, dass man anklickt. Die Facebook-Gemeinde ist erzürnt - und manch einer fragt sich, ob er dem Unternehmen wirklich die Treue halten möchte. Auf der einen Seite mag kein User für Facebook bezahlen und unsere Daten soll auch keiner verkaufen, aber Geld braucht das Unternehmen ja nun irgendwie trotzdem. Nur so?

Facebook verkauft z.B. die Klicks auf Werbeeinnahmen an Unternehmen. Eines davon ist das amerikanische Musik-Start-up Limited Run. Dieses hat in seinem Blog angekündigt, seine Facebook-Seite zu löschen. Warum? Weil laut Aussage von Limited Run 80 % der Klicks "verdächtig" seien. Was hat das denn zu bedeutet, "verdächtige Klicks"?! Laut Facebook gibt es Sicherheitsprogramme und Schutzmaßnahmen, die Klickbetrug im größten sozialen Netzwerk der Welt unterbinden sollen. Doch Limited Run stellte fest, dass nur etwa 20 % der Klicks auf ihre Werbeanzeigen von echten Usern herrühren. Diese Daten wurden durch mehrere Analytics-Programme geliefert und decken sich einhellig in ihren Ergebnissen. Auch eine extra für die Firma geschriebene Software bestätigt dieses Ergebnis. Die verdächtigen Klicks haben allesamt eins gemeinsam: Im Browser war JavaScript abgeschaltet. Nach Angaben der sich betrogen fühlenden Firma haben allerdings nur 2 % aller realen Besucher ihrer Website JavaScript deaktiviert. Es sei für Analyst-Programme schwer, den Klick zu prüfen, wenn der User kein JavaScript aktiviert hat, heißt es weiter in dem Statement. Limited Run vermutet Bots hinter den verdächtigen Klicks - also Programme, die automatisch auf Anzeigen klicken und dies in nicht unbedingt freundlicher Absicht. Auf Anfrage habe Facebook sich nicht zu dem Vorfall äußern wollen.

Daher sieht sich Limited Run nun gezwungen, seinen Facebook-Account zu löschen. Zitat: “Wir haben versucht, Facebook deswegen zu kontaktieren. Unglücklicherweise haben sie nicht geantwortet. Wissen wir, wem die Bots gehören? Nein. Beschuldigen wir Facebook, mit den Bots seinen Werbeumsatz in die Höhe zu treiben? Nein. Ist das seltsam? Ja.” Facebook hat mittlerweile eine Untersuchung zu dem Fall eingeleitet. Die verantwortlichen Konten sollen gefunden und entfernt werden. Wenn sich herausstellen sollte, dass Facebook bei der Sache tatsächlich irgendwie seine Finger mit im Spiel hat (was man durchaus zwischen den Zeilen als Vermutung des Bloggers lesen kann), könnte das sehr schlecht für das Unternehmen aussehen: Im Moment segelt die Aktie sowie immer weiter nach unten und verlor allein gestern 6,22 Prozent. Einen Skandal kann Facebook nun wirklich nicht gebrauchen. Hoffen wir, dass die Sache aufgeklärt wird und die richtigen Konsequenzen aus den Ergebnissen gezogen werden.

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Diskussion zum Beitrag
(im Forum "Kommunikation")

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Quellen: Facebook streitet mit Werbekunden über Klickbetrug | ZDNet.de
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