Was macht ihr, wenn die Chatkontrolle kommt?

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workload

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Bootloader Sperre & Sideload Sperre sind die Vorboten der Chatkontolle! Aber was macht ihr, wenn sie dann wirklich da ist und sie flächendeckend in der ganzen Europäischen Union umgesetzt wird und ihr keine Möglichkeit (wegen Bootloader Sperre & Sideload Verbot) mehr habt, diese automatisierte Überwachung zu umgehen?
 
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balu_baer schrieb:
Weiter wie bisher 😊
Und was machst du, wenn sich der Rest der Europäischen Union wie Serbien & Ungarn entwickelt?

Stell dir vor, Orban & Vucic können dein Handy per Chatkontrolle scannen!
 
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Mhhh, alle buzz words sauber platziert.

Na dann . . . . .
 
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Dazu brauchen die keine Chatkontrolle!!
Passiert seit Jahren!!
Ein Politiker der CDU (genauso schlimm wie fast alle) hat mal gesagt, Zitat:
"Wer Datensicherheit will, muss sich eine Schreibmaschine kaufen und in den Wald gehen!)
 
Hast du dich schon mal beschäftig, was die Chatkontrolle wirklich ist?
 
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Bearbeitet von: kruemelgirl - Grund: Direktzitat entfernt, Gruß kruemelgirl
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Ja
 
Naja man versucht mit allen Mitteln zu verhindern das man sich einen Trojaner einfängt. Chatkontrolle fängt vor der Ende zu Ende Verschlüsselung an. Also auf eurem Endgerät. Da muss ja im Fall der Fälle etwas installiert werden. Ich denke das das ähnlich wie bei Pegasus laufen wird. Irgendwann wird das Tool entdeckt und es können Gegenmaßnahmen entwickelt werden.

Jeder sollte sich auch über Sicherheit von mobilen Endgeräten informieren. Dinge beherzigen wie keine fremden USB Kabel nutzen usw. Gerade das IPhone hat ein leck im USB C Port und Apple kümmert sich nur stiefmütterlich darum.... Wachsam bleiben :)
 
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Nein, Chatkontrolle ist in der Idee so, dass die Anbieter wie Whatsapp, Threema und Co Hintertüren einbauen, damit die Strafverfolgungsbehörden automatisiert Daten/Protokolle abrufen können. Dazu müssen sie nicht auf dein Endgerät, was auch heute schon möglich wäre. Das ist viel zu aufwendig und zu umständlich.

Aber ansonsten wirft der Threaderöffner ein paar Sachen durcheinander. Sideloading verbieten ist, zumindest aktuell, eine Sache von Google. Die wollen das einschränken. Wobei das nicht verboten wird, sondern die Anbieter müssen ihre Apps zertifizieren. Erhöht den Aufwand, macht das aber nicht unmöglich. Und Bootloadersperre ist per se erst mal eine Entscheidung von Samsung bzw. den Herstellern. Gehört habe ich bisher noch von keinem anderen, der das neuerdings umsetzen will.
Wenn ich die entsprechende Richtlinie (der EU) richtig verstanden hab, ist das auch nicht zwangsläufig nötig, dass man den Bootloader komplett sperrt. Das geht auch anders.
 
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xflr-7 schrieb:
Naja man versucht mit allen Mitteln zu verhindern das man sich einen Trojaner einfängt. Chatkontrolle fängt vor der Ende zu Ende Verschlüsselung an. Also auf eurem Endgerät. Da muss ja im Fall der Fälle etwas installiert werden.
Du meinst da den Staatstrojaner bzw. die Messenger-Überwachung.

Bei der Chatkontrolle bzw. beim Client-Side-Scanning werden deine Chats/ deine Daten automatisiert auf "illegale Inhalte" gescannt. Das läuft dann wie bei einem Virenscanner, der ständig im Hintergrund alles scannt, was du machst.
 
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Jetzt kommen gleich wieder die Leute die sagen es ist doch egal, ich mach ja nichts verbotenes und das kann jeder mitlesen/hören 😂
 
Die bisherige Rechtsprechung des EuGH scheint mir eine flächendeckende verdachtsunabhängige Überwachung nicht zu unterstützen.
Beiträge automatisch zusammengeführt:

bananensaft schrieb:
Chatkontrolle ist in der Idee so, dass die Anbieter wie Whatsapp, Threema und Co Hintertüren einbauen, damit die Strafverfolgungsbehörden automatisiert Daten/Protokolle abrufen können.
Ich habe das bisher etwas anders verstanden. Nicht der Staat soll über solche Schnittstellen überwachen können, sondern die Diensteanbieter sollen das erst einmal selbst übernehmen. Das erspart dem Staat Ressourcen und möglicherweise auch Konflikte mit dem Recht. Denn Verfassungen sind primär Instrumente zum Schutz der Bürger vor dem Staat. Wenn es aber nicht der Staat ist...

Unternehmen neigen wiederum dazu, lieber mehr als weniger anzuschwärzen, um nicht selbst vor dem Richter zu landen.
Beiträge automatisch zusammengeführt:

Entfernt damit verwandt ist eine ziemlich hanebüchen wirkende Entwicklung in der Schweiz. Ausser der Regierung (Bundesrat) ist so ziemlich jeder dagegen, aber mir scheint das sogar in der Schweiz nicht allzu beruhigend zu sein.

Der Überwachungs-Staat Schweiz droht aus dem Ruder zu laufen – doch es gibt Gegenwehr
 
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@prx Ah Stimmt. Es war aber auch mal das mit den Backdoors gewünscht, bzw. angedacht. Aber kann auch sein, dass das schon älter ist.

Und ich habe auch nie verstanden, warum man die Schweiz als "sicheren Datenhafen" bezeichnet. Das sind sie spätestens seit dem Fall des Bankgeheimnisses nicht mehr.
 
@bananensaft Und um dem die Krone aufzusetzen bereitet Proton sich darauf vor, wesentliche Komponenten aus der Schweiz ausgerechnet nach Deutschland umzuziehen. Deren Gottvertrauen in Ehren...
 
Zuletzt bearbeitet:
Proton zieht aber auch nur um, wegen der Überwachungsverordnung der Schweiz. Diese sagt, dass VPN und Messenger-Anbieter Nutzer identifizieren und deren Meta-Daten (IP-Adressen und Ports) 6 Monate speichern müssen.

Zudem müsste Proton bei der Entschlüsselung von Inhalten zu helfen, wenn sie den Schlüssel haben UND Proton müsste eine Ausweiskopie von allen Nutzern speichern, damit sie eben zu identifizieren sind, was eben in direktem Konflikt mit Protons Geschäftsmodell steht.

Das dürfte in Deutschland so nicht passieren wahrscheinlich. Allein durch die DSGVO ist der Datenschutz deutlich strenger. Aber wer weiß.
 
Otandis_Isunos schrieb:
Das dürfte in Deutschland so nicht passieren wahrscheinlich. Allein durch die DSGVO ist der Datenschutz deutlich strenger. Aber wer weiß.
Du hast die DSGVO nicht verstanden, mal abgesehen davon, dass die Schweiz das mittlerweile so ähnlich hat. Wenn der Staat die Identifizierbarkeit der User verlangt, dann kann der Betreiber das natürlich DSGVO konform tun, weil die Ausweiskopie/Adressdaten damit zu Daten mit "berechtigtem Interesse" gehören.
 
Also wenn ich die Datenschutzgrundverordnung nicht verstanden habe, dann hat Proton sie auch nicht verstanden. Denn die DSGVO ist der Grund, warum sie nach Deutschland ziehen.
 
@Otandis_Isunos Mag ja sein. Aber wenn der Staat irgendwas verlangt, dann ist per Definition DSGVO konform. Deswegen müssen Unternehmen auch Kundendaten 10 Jahre aufbewahren, obwohl die DSGVO eine schnelle Löschung verlangt, wenn der Kunde nicht mehr Kunde ist. Dem entgegen steht aber das Gesetz, dass Buchungen/Belege 10 Jahre aufbewahrt werden müssen.
Wenn also der Gesetzgeber verlangt, dass die Anbieter das tun müssen, dann ist das erstmal so. Das das ggf. vorm Bundesverfassungsgericht oder dem EUGH keinen Bestand hat, ist nochmal was anderes.
 
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workload schrieb:
Bootloader Sperre & Sideload Sperre sind die Vorboten der Chatkontolle!
Hört ihn an, liebe Leute, den Propheten des Untergangs! Er ist hier! Dort, in den Wolken!!
 
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bananensaft schrieb:
@Otandis_Isunos Deswegen müssen Unternehmen auch Kundendaten 10 Jahre aufbewahren, obwohl die DSGVO eine schnelle Löschung verlangt, wenn der Kunde nicht mehr Kunde ist. Dem entgegen steht aber das Gesetz, dass Buchungen/Belege 10 Jahre aufbewahrt werden müssen.
So einfach wie du das beschreibst ist es tatsächlich nicht. Die 10 Jahre Aufbewahrungspflicht für Buchungen/Belege ist für das Steuerrecht relevant und hat mit den Personenbezogenen Daten, die in der DSGVO besprochen werden überhaupt nichts zu tun.


bananensaft schrieb:
Wenn also der Gesetzgeber verlangt, dass die Anbieter das tun müssen, dann ist das erstmal so. Das das ggf. vorm Bundesverfassungsgericht oder dem EUGH keinen Bestand hat, ist nochmal was anderes.

Der Gesetzgeber kann das nicht einfach verlangen. Auf welcher Rechtlichen Grundlage bitte? Er kann nicht einfach sagen: JA, wir speichern jetzt. So funktioniert das nicht.
 

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