Google Play Store zuverlässig für Kinder sperren...(?)

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Droide749

Neues Mitglied
Threadstarter
Meine Tochter ist kaum vom Smartphone (Huawei P8 lite) wegzubekommen. Strafandrohungen aller Art helfen auch nicht weiter. Hauptsächlich schafft sie es nicht, das Spiel Animal Jam zu beenden. Deshalb hatte ich schon eine Appsperre installiert. Die hat meine Tochter aber umgehen können. Also habe ich es mit einer anderen Appsperre probiert. Diese konnte man sogar „unsichtbar“ machen. Auch da ist es ihr gelungen, diese irgendwie zu umgehen, und wieder ihre Spiele im Playstore zu laden.

Kennt jemand eine Möglichkeit, das installieren von Apps WIRKLICH zu unterbinden?
Welche Appsperre funktioniert so zuverlässig, dass ein Kind sie nicht umgehen kann?

Gruß und Dank für eure Erfahrungen sagt ein entnervter Vater, der ansonsten nur noch die Möglichkeit sieht, das Smartphone ganz aus dem Verkehr zu ziehen.
 
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LarsBrb

Ambitioniertes Mitglied
@Droide749 probiere mal OurPact nutzen wir auch. Obwohl wenn keine Internet Verbindung da ist läuft die app auch nicht Muss man aber 6.99€ im Monat zahlen..aber das lohnt sich
App installieren und Anweisungen folgen .
 

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enderw

Neues Mitglied
diese Methode ist mMn ziemlich rabiat, aber mein Onkel benutzt für seine 11 jährige Tochter die google app:
Google Family Link - Home
und hat ihr Limit für die tägliche Smartphone Geräte Nutzung auf 30 Min gesetzt..
Wie viel Zeit verbringt mein Kind vor dem Bildschirm?

Sie entscheiden, wie viel Zeit Ihr Kind vor dem Bildschirm verbringen darf. Mit Family Link können Sie Zeiten für die Gerätenutzung und Schlafenszeit festlegen. So helfen Sie Ihrem Kind eine Balance zu finden.

Bin selber keine Mutter, aber ich denke, wenn ich kinder hätte, die SP süchtig sind (sind die kinder dass nicht alle heutzutage? ist ja nicht so, als ob Erwachsene ein besonders gutes Vorbild abgeben..) würde ich vllt diese Methode vorher ausprobieren:
https://offspring.lifehacker.com/give-kids-unlimited-screen-time-but-only-after-theyve-c-1831042096
 
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Droide749

Neues Mitglied
Threadstarter
Vielen Dank für eure Ideen! Jeden Monat 7 € ausgeben, ist für mich viel. Die englische Webseite muss ich mir mal in Ruhe ansehen. Vlt. kommen ja noch weitere Erfahrungen hier dazu...:D
Das Thema müsste doch viele Eltern interessieren.
 
Fuhrmann

Fuhrmann

Stammgast
Schon mal mit Netguard (wenn unrooted) o AF-Wall+ (root) probiert?
Da würde ich diese VPN-Apps mit einem Ausschalt-/Veränderpasswort schützen u die entsprechenden Apps blocken, die nicht ins Netz können sollen.
Hat sie denn einen eigenen Google Account? Sonst eigenen abmelden/PW ändern.
Im Router evtl. Nutzungszeiten einstellbar?
 
J

JanPeters

Ambitioniertes Mitglied
Das Problem könnte man umgehen, indem man sich mit root Zugang zu der System Partition verschafft bzw. den Ordner in welcher sich die installations Dateien (Apk's) befinden, welche nach einem factory reset (Werkeinstellungen) automatisch wieder mit installiert werden.

Dazu eine mit Tasker erstellte App (Apk), welche immer mit bootet, im Hintergrund nach dem Spiel ausschau hält und dieses beim starten sofort wieder schliesst.
 
B

braindealer

Fortgeschrittenes Mitglied
Ich wollte auch erst FamilyLink in den Raum werfen, aber da kann man nicht, wie vom OP gewünscht, Apps ausnehmen, nur freigeben oder blockieren.
Ansonsten sind wir mit FamilyLink ganz zu frieden. Man kann das Telefon nach Zeit/Kontigent oder manuell sperren. Auch sieht man welche App intensiv genutzt wird durch Anzeige der gesamtzeit der Nutzung.
Wenn das Kind eine App installieren will dann erhält das Elternteil eine Genehmigungsanfrage zur installation. Bei der Installation FamilyLink App wird ein neues Konto eingerichtet, sofern ein vorhandenes Konto eingerichtet werden soll und man das resle Geb. Datum ein gibt und das alter unter 13 ist wird das konto gesperrt. So geschehen bei unserem Sohn.
 
mgutt

mgutt

Experte
Was bei uns viele Jahre gut funktioniert hat, damit mein Sohn ausschließlich Sonos nutzen konnte war den DNS Server vom WLAN Zugang auf 127.0.0.1 zu ändern (localhost). Dadurch lässt sich keine Domain auflösen. Und ohne Domainauflösung geht keine Suche und kein Play Store. Entsprechend kann das Kind auch nicht online nach einer Lösung suchen. Wenn ein Update notwendig war, konnte ich das schnell rückgängig machen und danach wieder einstellen.

Und mein Sohn hat wirklich alles umgangen. Er kam auf den Play Store über Umwege, die man nie erwarten würde. zB ging es einmal über das Teilen eines Fotos in der Galerie, wo dann im Play Store die "fehlende" App gesucht wurde usw. Er kannte irgendwann aber auch den Affengriff für den abgesicherten Modus. Dann war eh alles verloren ^^ Aber durch den DNS Trick hatte er eben auch dort kein WLAN.

Allerdings braucht man für Mobile Daten die App DNSSet um auch dort die IP ändern zu können, sofern eine SIM Karte vorhanden ist. Ob die App danach gelöscht werden kann weiß ich nicht. Habe ich nicht getestet, da unser Smartphone keine SIM Karte hatte.

Der nächste Haken ist, dass alles was über Domains aufs Internet zugreift nicht mehr geht. Dazu gehört zB auch WhatsApp.

Um das in den Griff zu bekommen fällt mir nur ein Umweg ein:
a) man erzwingt einen VPN für den Internetzugang (geht das?)
b) dessen Ziel ist die heimische Fritz!Box
c) auf der Fritz!Box verbietet man alles und erlaubt nur einzelne Domains wie die von WhatsApp.

Das würde dann auch beim nächsten Problem meiner Lösung helfen, dass das Kind das Gerät zu einem Freund mitnimmt und sich dort ins WLAN einloggt. Auf die Idee kam mein Sohn in den jungen Jahren nicht.

Eventuell löst man das Problem auch, in dem man Smartphone und Tablet anschafft und nur das Tablet zum Spielen per Google Family Link und dem Play Store Jugendschutz absichert, während man beim Smartphone das Google Konto bzw den Play Store komplett mit Family Link dicht macht. Natürlich darf für diesen Fall das Kind keinen Zugriff auf die E-Mails haben, da es sonst einfach das Passwort zurücksetzt.

Kann man Family Link eigentlich auch über den abgesicherten Modus umgehen?
 
Zuletzt bearbeitet:
mgutt

mgutt

Experte
Ich habe jetzt ein Smartphone nur für die Sonos App fertig gemacht und diesmal zur Kontrolle Family Link installiert. Ich habe extra dafür das Kind "Sonos" hinzugefügt, damit ich dafür härtere Regeln festlegen kann als für das Tablet, womit mein Kind spielt.

Wie ich es bereits erwartet habe hat mein Kind auch Family Link nach kurzer Zeit "geknackt":

1.) Ich habe die Google Suche deaktiviert (die Apps selbst kann man ja leider nicht blockieren):
IMG_20191007_190421.jpg

Öffnet das Kind nun die Google Suche App und sucht, dann wird die Suche korrekt gesperrt:
IMG_20191007_184057.jpg

Mein Kind hat aber herausgefunden, dass man die Suchsperre über die separate Google Sprachsuche App umgehen kann:
IMG_20191003_103932.jpg

Diese öffnet ebenfalls die Google Suche App:
IMG_20191003_103934.jpg

Wie man sieht kommt erneut "You don't have the permission to use Google Search" Aber die Suchergebnisse werden trotzdem angezeigt. Der Witz ist dabei noch, dass man ab dann auch die Google Suche App weiter zum Suchen nutzen kann. Übrigens wird die Nutzung der Suche nicht in der Statistik angezeigt. Daher gab es eine riesen Differenz zwischen der Zeit wo Apps genutzt wurden und der Gesamtnutzungszeit.

2.) In Family Link hat man die Option alle Installationen zu sperren:
Screenshot_2019-10-07-18-43-02-246_com.google.android.apps.kids.familylink.jpg

Im Store kommt dann die Meldung "Frag deine Eltern":
IMG_20191007_184431.jpg

Alles gut, könnte man meinen. Aber mein Kind hat herausgefunden, dass alle Apps aus der Familienmediathek ungefragt installiert werden können. Also auch alle Spiele, die ich irgendwann mal gekauft habe:
IMG_20191007_184637.jpg

So viel zum Thema "Genehmigung für alle Inhalte erforderlich".

Ich kann sie jetzt zwar manuell sperren und dann wird sie nach dem Download (warum erst danach?!) auch sofort automatisch gelöscht, aber um sie alle zu sperren, müsste ich erst ALLE meine gekauften Apps auf dem Smartphone installieren und dann alle EINZELN sperren.

Mal sehen was das Kind noch herausfindet :D

Was übrigens gut funktioniert ist die nächtliche Sperrzeit und die eingeschränkte Nutzungszeit. Ich habe sie jetzt mal auf 30 Minuten reduziert. Das reicht ja um sich ein Hörspiel rauszusuchen und nach 21 Uhr ist eh schluss. Außerdem wird man zuverlässig über die installierten Apps informiert.

Ich probiere jetzt mal verschiedene Google Domains in der Fritz Box zu sperren. Ich weiß gerade nicht ob das nur für bestimmte Clients möglich ist. Außerdem versuche ich mal das Kind "Sonos" von der Familienmediathek auszusperen. Ich gebe dann die Tage noch mal Feedback.
 
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Bearbeitet von hagex - Grund: Bild verkleinert, Gruß von hagex
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rudolf

Lexikon
Es freut mich, dass hier viele Kinder von ihren Eltern dazu ermuntert werden, sich mit "Computersicherheit" zu beschäftigen :) Mich wundert nur immer wieder wie naiv Eltern sind. Ich hätte mir einfach ein Zweithandy zugelegt. Da hätten meine Eltern "das Telefon" so viel kontrollieren können wie sie wollen...
Und für die Schlaumeier mit ihren DND/hosts basierten Kindersperren, auch Kinder können DoH nutzen.
 
mgutt

mgutt

Experte
Das will ich sehen, das mein Kind - in seinem Alter - mit seinem mühsam ersparten Geld, alleine in die Stadt fährt, sich ein Handy kauft und das mangels WLAN Passwort, vermutlich noch mit einer Prepaid-SIM ausstattet, dafür aber gleich noch den eigenen Ausweis auf 16 Jahren fälscht und die Genehmigung der Eltern gleich mit. Aber vielleicht knackt es ja noch gleich den WLAN Zugang und nutzt dann noch DAS Thema auf jedem Schulhof: DNS over HTTPs. Gegen die nächtlichen Augenringe gibt es dann noch etwas Schminke und das perfekte Versteck für das Zweithandy ist unter dem Kopfkissen. Aber du hast recht. Eltern sind einfach naiv.
 
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rudolf

Lexikon
Das Handy mitsamt Prepaid Karte kauft dein Kind einem Mitschüler ab.
Oder meinst du die 13 Jährigen kaufen den Alkohol mit einem gefälschten Ausweis? Den holt einfach ein älterer.
DoH wollte ich nicht direkt ansprechen, aber wenn du das schon nennst, es ist sicher die einfachste Art. Aber auch ein kostenloses VPN hilft. Und die Kneipe mit Wlan und der Bushaltestelle davor ist aich praktisch. Genauso wie der Mitschüler, der sich beliebt machen will und sein Tethering anschaltet. Es gibt so vieles, was man seinen Eltern besser nicht erklärt :)
 
mgutt

mgutt

Experte
Geht DoH eigentlich durch die Fritz!Box? Und was macht ein Android Smartphone wenn der Browser DoH unterstützt, aber man manuell einen DNS Server in der WLAN Verbindung eingestellt hat. Das ginge ja Richtung Eigentor, wenn man zB Pi Hole gegen Tracking und Werbung einsetzt und DoH das einfach alles umgeht.

Wie verbindet sich DoH eigentlich? Über eine IP oder Domain? Beides könnte man ja leicht blockieren.
 
R

rudolf

Lexikon
DoH geht über https und umgeht damit alles. Du könntest versuchen die IP adressen aller DoH Anbieter zu blocken, die Kids finden aber sicher einen den du noch nicht kennst. Oder die geben einfach direkt die IP ihrer Lieblingsseite ein:

http://212.72.171.241
 
mgutt

mgutt

Experte
Der direkte Aufruf einer IP wird durch den Filter der Fritz!Box unterbunden:
Screenshot_2019-10-09-12-56-15-265_com.android.chrome.png

Damit sollte also denke ich auch kein DoH möglich sein.
 
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mgutt

mgutt

Experte
DoH scheint doch über Domains zu laufen. Im Fall von Cloudflare wäre das zB cloudflare-dns.com
Using DNS Wireformat - Cloudflare Resolver

Mozilla nutzt https://mozilla.cloudflare-dns.com/dns-query und https://dns.google/dns-query und hat auch diese Liste verlinkt:
curl/curl

Ich habe dann mal testweise cloudflare-dns.com zu meiner Sperrliste in der Fritz!Box hinzugefügt und CloudFlare als DoH dann im Firefox Browser aktiviert. Allerdings wird nach wie vor jede https-Domain aufgelöst und es wird auch nach wie vor jede Domain gesperrt, die ich in der Fritz!Box gesperrt habe. Außerdem behauptet der Test von CloudFlare, dass keiner "mitliest". Aber die Fritz!Box muss ja mitlesen, sonst würde die von mir gesperrte Domain ja aufgehen:
2019-10-09 21_58_58.jpg
 
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braindealer

Fortgeschrittenes Mitglied
@rudolf
Spätestens die Routine im Umgang mit dem neuem Telefon wird dem Kind/Jugendlichem zum verhängnis. Allein weil die ganze Kommunikation Schritt für Schritt auf das neue Telefon transferier wird.
Aus meiner erfahrung gelingen solche Szenarien nur bei den Kindern / Jugendlichen wo das Verständnis der Eltern für Materie aufhört oder die Eltern eh nicht auf die Erziehung der Kids achten.

Was unsere Kinder ausserhalb unserem Einflussbereich veranstalten, können und (wollen) wir garnicht wissen, ohne graue Haare zu kriegen.

Sicherlich ist bei zunehmendem Alter das Verständnis für die komplexität der Internettechnologie gegeben, trotzdem sind DoH, DNS oder VPS für den durchschnittlichen Jugendlichen bömische Dörfer.
 
mgutt

mgutt

Experte
Bei DNS Einstellungen oder der Einrichtung eines VPN sehe ich es ähnlich, aber DoH bzw DoT wird wohl bald zum aufgezwungenen Standard. Das sollte man also im Auge behalten.
 
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