7500mAh Akku und 3D-Druck Gehäuse

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Spinebreaker

Fortgeschrittenes Mitglied
Moin,

"nicht schon wieder" werden sich jetzt vielleicht einige denken. Doch ich habe es erneut getan.
Wie ein Triebtäter schwang ich den Lötkolben, zerfledderte was sich einst Ingenieure aus asiatischen Ländern aus den Fingern saugten um ein für mich perfektes Gerät zu schaffen.

Für alle die noch nie in den Genuss meiner Taten gekommen sind möchte ich es kurz erläutern.
Ich bin seit meinem ersten Wikophone, welches damals das Wiko Bloom war besessen von diesen Geräten.
Die Kombination von einfachst zu modifizierenden Mediatekchips, nahezu bugfreien Stockroms und ausreichender Hardware zu angemessenen Preisen hat mich seitdem überzeugt.
Nachdem ich bereits im Highway Signs Forum meinen vorherigen Umbau präsentiert habe bin ich nun wieder zum Wiko Rainbow gewechselt. Dieses befindet sich schon seit Jahren in meinem Besitz und wartete schon immer darauf mal grundlegend überarbeitet zu werden.

Beruflich bin ich Servicemechatroniker. Ich arbeite an staubigen, öligen und teilweise extrem kalten Orten.
Mein Telefon ist den ganzen Tag im Dauereinsatz, sei es für Kundentelefonate, Whatsapp mit Kunden und der Firma, zum Fotos / Videos machen oder um unterwegs mal als mobiler Server zu fungieren.
Im Firmenwagen spiele ich damit per Bluetooth Podcasts oder Musik ab und hin und wieder Videotelefoniere ich zwei Stunden am Stück nach Taiwan.

Das Wiko Rainbow bietet mir alle diese Möglichkeiten. Durch die allgemein bekannten Modifikationen wie Gravitybox usw. habe ich mir über die Jahre eine Liste an Shortcuts, Buttonkombinationen und Gesten angewöhnt mit denen ich in Sekundenbruchteilen sämtliche Aktionen auf meinem Gerät steuern kann.
Mit Macrodroid/Tasker kann man sämtlichen Kram automatisieren. Wenn ich Daten auf mein Gerät schicken will dann klicke ich in meinem Browser auf ein Lesezeichen und brauche nicht mal an USB denken, dazu gibts Wlan.

Ihr seht mir geht es ganz besonders um das Handling. Ein Smartphone ist nicht Smart nur weil es 600 Euro kostet und ein Apfel drauf ist oder das Display 1080p hat. Erst durch die Möglichkeit es Intuitiv bedienen zu können wird es zum Smartphone.

Bei meinem diesmaligen Umbau ging es eigentlich nur um die Hardwaretasten und mal wieder den Akku.
Um an LiPo-Zellen zu kommen kaufe ich immer diese Powerbanks mit denen man USB-Geräte mobil aufladen kann.
In den Dingern sind je nach Bauform flache Folienzellen oder die runden 18650er LiPos.
Was in den jeweiligen Powerbanks drin ist kann man recht einfach an der Dicke des Geräts erkennen.

Heute Mittag also schnell mal eben zum nächstbesten Elektrohäker gedüst und für 15 Euro drei von diesen Teilen besorgt. Nachdem ich den ganzen Plastikmüll weggeschmissen hatte und die Elektronik auseinander gelötet habe bin ich nun um 3x 2500mAh Lipozellen, 3 Laderegler/Stepups sowie 3 Microusb-Stecker und 3 USB-Ladekabel reicher.
Ebenso hatte ich noch zwei Microtaster herumliegen die aus einem alten Toaster oder so stammen.
Das Grundmaterial ist also vorhanden. Heißkleber und Lötmaterial sollte man sowieso immer reichlich vorrätig haben.



Es beginnt alles mit der Demontage des Telefons. Das Mainboard wird ausgebaut, die Taster von der Platine abgelötet und zwei Kabel an die Kontakte der originalen Taster angelötet.
Gleichzeitig wird das Kunstoffgehäuse etwas beschnitten um Platz zu schaffen.
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Der Originalakku wird um seine Schutzplatine erleichtert, welche ebenfalls Zwei Kabel an die Akkukontakte bekommt.
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Die erste LiPozelle wird zusammen mit der Schutzplatine verbaut und verlötet. Hier sieht man auch gut weswegen ich mich für mehrere kleine Zellen anstatt einer großer entschieden habe. Durch die kleine Bauform kann ich den Platz des Originalakkus nutzen in den eine größere Lipozelle nicht gepasst hätte.
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Die zweite und die dritte Zelle wird in Position gebracht. Vorher sollten natürlich alle Sim-Karten sowie die SD-Karte eingelegt werden. Die LiPozellen werden in Parallelschaltung miteinander verkabelt und an die Schutzplatine angeschlossen. Hierbei ist auf die korrekte Polarität sowie auf ein gleiches Potential aller Zellen zu achten.
LiPozellen können sehr Gefährlich sein und sind immer wieder Ursache von Bränden, Explosionen und schweren Verletzungen. Man sollte also wissen was man tut und womit man hantiert bevor man drauf los werkelt.
Insgesamt ergibt alles zusammen eine Kapazität von 7.5Ah. Der Originale Akku hat glaube ich knappe 2Ah.
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An die übrigen Kabel kommen nun noch die bereits erwähnten Microtaster.
Es gibt zwar viel kleine Taster, doch mir gefällt das Handling dieser Taster.
Ein sanfter Druck und man hört das angenehme Klicken der mechanischen Schaltkontakte. Das fühlt sich einfach schöner an als diese schwulen SMD-Taster bei denen man immer nur ein Stück Blech knacken hört und bei denen man keinen richtigen Druckpunkt spürt.
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Ein bisschen Isolierband hält erst mal alles grob in Position bis das Gehäuse designt ist. Dieses wird am Pc gebaut und mit dem 3D Drucker verwirklicht. Bis aber alles passt und gedruckt ist können noch ein paar Tage vergehen.
Das Telefon ist nun aber schon wieder vollständig benutzbar und funktionsfähig.
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Die On/Off Taste wird nun bequem mit dem Zeigefinger auf der Geräterückseite bedient. Wie bei einem Pistolenabzug, nur dass der Taster ergonomisch in die Geräterückseite eingelassen sein wird. Die Lautstärke wird mit dem Daumen verstellt. Der Einfachheit halber gibt es dafür auch nur einen Taster. Ein erweitertes Lautstärkemenü popt auf über welches ich sämtliche Lautstärken mit Schiebereglern einstellen kann. Im allgemeinen stelle ich da ohnehin wenig rum. Die Taste kann ich theoretisch mit allen erdenklichen Funktionen frei belegen.

Ich werde nun an dem Gehäuse arbeiten und hier berichten wenn es weiter geht.


Ich möchte auch unsere eifrigen Moderatoren darum bitten diesen Thread im allgemeinen Wiko-Bereich zu lassen. Es ist eine Modifikation welche theoretisch auf alle Geräte anwendbar ist und im Wiko-Rainbow Bereich kaum Beachtung finden würde.
 

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