Cubot X10 im Hands-On: Ein besonders edel aufgemachtes Phablet aus Fernost [Review]

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don_giovanni

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Nachdem ich mit dem Siswoo Cooper I7 zuletzt ein eher durchwachsenes (und mich nicht vollends überzeugendes) Smartphone in meiner Review hatte, ist heute mit dem Cubot X10 ein neuer Favourit von mir erschienen: Das uns freundlicherweise von Comebuy zur Verfügung gestellte Device ist für ein 150 Euro China-Phone wirklich hervorragend verarbeitet - und ich habe in den letzten sechs Monaten rund zwei Dutzend Geräte in Händen gehalten, hatte also eine Menge Vergleichseindrücke. Zwischen unter 100 und über 900 Euro habe ich Smartphones getestet; bei manchen merkt man ihren Preis, bei anderen nicht so wirklich. Beim Cubot X10 wäre ich zumindest nicht so schnell darauf gekommen, dass es deutlich unter 200 Euro kostet, zumindest nicht ohne einen Blick auf das technische Datenblatt. Dort stellt sich das X10 nämlich nicht derart Highend dar, wie bei seinem äußeren Auftreten, was wirklich schade ist. Doch bleibt trotzdem eindeutig festzuhalten: Hier hat man designtechnisch und auch von der Arbeitsausführung her ordentlich aufgefahren.

Das spritzwassergeschützte Cubot X10 kommt mit Glas auf beiden Geräteseiten und durch versenkte Klappen geschützten Ports daher. Jedes Detail ist gut bis sehr gut gearbeitet und ich bin wirklich sehr angetan von dem, was dieser Hersteller hier zusammengeschraubt hat - ihr merkt das vermutlich schon. Das Design dieses 5,5-Zollers erinnert mich irgendwie an einen Mix aus Samsung Galaxy S6, HTC One M9 und iPhone 6 Plus. Wobei ich damit jetzt nicht sagen möchte, dass Cubot hier 1:1 abgekupfert hätte! Es sind gewisse Ähnlichkeiten vorhanden - aber sie passen irgendwie in der Gesamtheit gut zusammen. Trotz seines 5,5 Zoll großen Displays liegt das Cubot X10 gut in der Hand. Zwar ist eine Einhandbedienung (zumindest für mich) nicht auch nur ansatzweise möglich, doch ist die normale Handhabung im Zweihand-Betrieb problemlos möglich und nie unangenehm. Das Gerät fühlt sich auch in seiner Haptik hochwertig an; hier spiegelt sich die Verarbeitung deutlich wieder. Dies hat allerdings auch den kleinen Nebeneffekt, dass das Gerät nicht gerade leicht daherkommt. Aber mal ganz ehrlich: Besser ein bisschen schwerer, als wenn das Teil sich wie ein Kinderspielzeug anfasst. Trotz der 720p-Auflösung des 5,5 Zoll großen Displays weiß der Bildschirm durchaus zu gefallen: Er bietet starke Blickwinkel, schöne Farben und eine angenehme Helligkeit.

Der Sound des X10 ist kräftig, hat jedoch im Nachhall eine gewisse Blechernheit, die eben den günstigen Lautsprecher vom hochwertigen Produkt unterscheidet. Die UI basiert auf Android 4.4 (KitKat) und ist ziemlich bunt geworden - das kann man mögen, muss man aber natürlich nicht. Custom ROMs oder Launcher bieten hier jedoch relativ schnell und einfach Abhilfe. Die Zahl der vorinstallierten Apps ist mit etwa anderthalb Seiten im App-Menü durchaus gering, was ich persönlich immer sehr angenehm finde. Besser, man muss noch ein bisschen was selbst installieren, als wenn man 50 vorinstallierte Anwendungen hat, die man erst einmal wieder loswerden muss. Die allgemeine Performance des Cubot X10 ist wirklich gut: Die 28.000 AnTuTu-Punkte spiegeln diese in meinen Augen nur unzureichend wieder. Ich hätte mir hier durchaus einen Wert jenseits der 32.000 Punkte-Marke vorgestellt. Die Spiele-Performance war bei meinem Testtitel Galaxy Control vollkommen in Ordnung, Ruckler oder Verzögerungen habe ich nicht bemerkt. Auch über die Kamera lässt sich nicht wirklich etwas Schlechtes sagen: Sie macht vernünftige Bilder und kann in der Gesamtheit absolut überzeugen. Die Videofunktion ist durchschnittlich, die Aufnahme von Makrofotos etwas besser als der Schnitt. Doch für ein Gerät der unteren Preisschiene kann man hier absolut zufrieden sein.

Alles in allem kann ich mich nur wundern, was Cubot hier für wenig Geld doch Interessantes zusammengebaut hat. Das Cubot X10 macht einen hochwertigen Gesamteindruck, kann auch bei den inneren Werten überzeugen und positioniert sich so als ernstzunehmendes Einsteiger- oder Zweitgerät für den Urlaub. Kommen wir nun noch zum Lieferumfang und den technischen Daten: Neben dem Smartphone selbst sind zwei Schutzfolien bereits auf den beiden Geräteseiten aufgebracht, zwei Schutzfolien liegen zudem noch separat bei. Weiterhin gibt es ein (ziemlich weiches) Schutzcase, eine ausführliche und mehrsprachige Bedienungsanleitung, ein USB-Kabel und ein Netzteil. Auf ein Headset wurde verzichtet. Die technischen Daten lesen sich wie folgt: Das 5,5 Zoll große Display des Cubot X 10 löst mit 1280 x 720 Pixel auf, der verbaute SoC ist ein MediaTek MT6592M Octa-Core-Chipsatz mit acht Prozessorkernen a 1,4 GHz. Weiterhin sind 2 GB Arbeitsspeicher, 16 GB interner Speicher plus microSD-Slot, eine 13 Megapixel Hauptkamera, eine 3,2 Megapixel Frontkamera und ein 2.400 mAh Akku verbaut. Als Betriebssystem fungiert Android 4.4 (KitKat), es gibt zudem noch die gängigen Smartphone-Features wie etwa (wirklich schnelles) WLAN, GPS und Co., sowie den bereits eingangs erwähnten Schutz vor Spritzwasser.

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Screenshots der UI, des AnTuTu-Benchmarks und des Icestorm Extreme
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Screenshots aus dem Spiel Galaxy Control von FX GAMES
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Fotos mit dem Cubot X10 - für weitere Bilder bitte Spoiler ausklappen
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Pics: Android-Hilfe.de

 
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