Honor View 20: Hands-On und erster Eindruck

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Honor hat gestern in Paris mit der Vorstellung des View 20 das Smartphonejahr 2019 eingeläutet. In China ist das Gerät schon seit Dezember als Honor V20 auf dem Markt, nun hat es das neuste Honor-Flaggschiff auch zu uns geschafft. Die perfekte Gelegenheit also, um sich das Gerät mal ein bisschen näher anzuschauen.

Dass das Honor View 20 ein besonderes Smartphone werden würde, hatte sich ja schon seit längerem abgezeichnet. Zum einen kommt in dem Gerät erstmals Sonys IMX586-Bildsensor zum Einsatz, der es auf ganze 48 Megapixel bringt. Zum anderen ist das View 20 das erste hierzulande erhältliche Smartphone, bei dem die Frontkamera in einem Displayloch untergebracht ist. In der Praxis hat diese etwas andere Form der Notch bei mir einen durchaus positiven Eindruck hinterlassen. Das Loch misst gerade mal 4,5 mm, wodurch deutlich weniger Displayfläche verloren geht als mit dem Displayloch des Samsung Galaxy A8s, das ganze 6,7 mm misst. Auch die Positionierung des Lochs in der oberen linken Ecke ist nachvollziehbar. Bei Spielen und Filmen fällt das Displayloch so kaum ins Auge. Insgesamt präsentiert sich die Vorderseite des View 20 dank des Displaylochs nahezu randlos. Nur am unteren Rand befindet sich ein breiterer Rand. Mich persönlich stört dieser nicht, allerdings gibt es sicherlich Nutzer, die das anders sehen.

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Das Displayloch des View 20

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Die Rückseite des View 20 ist ein echter Hingucker

Für die Rückseite hat sich Honor etwas Neues einfallen lassen. Mithilfe eines Lasers hat der Hersteller hier in der blauen und roten Variante ein V-förmiges Muster eingraviert, das interessante Lichteffekte erzeugt. In der schwarzen Variante spiegelt sich ein etwas anderes Muster, das die Farben des Regenbogens reflektiert. Das ganze ist nett anzusehen, allerdings auch ein echter Fingerabdruckmagnet. Die Verwendung einer Schutzhülle ist hier sicherlich empfehlenswert, auch weil einem das Smartphone mit seiner glatten Rückseite schnell mal aus den Händen gleiten dürfte. Glücklichweise liefert Honor diese gleich mit. Neben einem Fingerabdrucksensor, der übrigens extrem flott reagiert, befinden sich auf der Rückseite noch die 48-Megapixel-Hauptkamera und ein zusätzlicher ToF-Sensor. Honor verspricht hier neben allerlei AI-Spielereien einen extremen Detailreichtum und eine überragende Bildqualität, auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Wie gut sich die beiden Sensoren in der Praxis schlagen, wird ein ausführlicher Test zeigen. Als Vorgeschmack hier schon mal vorab eine Szene aus dem nächtlichen Paris:

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Auf drei Seiten des View 20 spielt sich das übliche Programm ab: USB-C und Lautsprecher unten, Power-Button und Lautstärkeregler auf der rechten Seite, SIM-Karten-Einschub auf der linken. Auf der Oberseite gibt es hingegen gleich zwei Überraschungen. Neben einem Infrarot-Sensor, mit dem das View 20 zur Fernbedienung wird, befindet sich hier tatsächlich noch ein 3,5-mm-Klinkenanschluss. Eine (kleine) Benachrichtigungs-LED ist ebenfalls vorhanden, diese befindet sich in dem Telefon-Lautsprecher, der an dem Übergang zwischen Front- und Oberseite platziert ist.

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Eine echte Seltenheit bei den aktuellen Flaggschiffen - der 3,5-mm-Klinkenanschluss

Wie erwartet reagierte das View 20 im Hands-On sehr zügig und ohne Ruckler. Wie das ganze bei einer stärkeren Belastung aussieht, verraten wir Euch in Kürze in einem ausführlichen Testbericht. Dank des verbauten Top-SoC Kirin 980 mache ich mir diesbezüglich aber keine Sorgen. Zudem stehen in der schwarzen, roten und blauen Variante 6 GB RAM und ein interner Speicher von 128 GB zur Verfügung. Zusammen mit der italienischen Modemarke Moschino bringt Honor außerdem zwei weitere Varianten auf den Markt, die einen etwas anderen Rot- bzw. Blauton aufweisen und über 8 GB RAM und 256 GB Speicher verfügen. Für die Standardvariante verlangt Honor 569€, die Moschino-Edition schlägt mit 649€ zu Buche.

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