Facebook: Kann eine Rückbesinnung auf die Nutzer das Image wieder aufpolieren?

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don_giovanni

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Früher gab es StudiVZ, danach kam Facebook. Heute sind zwar die meisten Leute zwischen 14 und 30 beim weltgrößten sozialen Netzwerk angemeldet, doch wirklich hinter dem Unternehmen und seinem Image stehen nur noch die allerwenigsten. Alternativen wie Google+ oder der Kontakt über Twitter und Instagram laufen dem Netzwerk zumindest partiell den Rang ab. Man "hat" Facebook, aber es ist zu einem reinen Nutzwerkzeug geworden. Die große Begeisterung ist längst verflogen. Früher war das Geschehen bei Studi oft auch Thema in real life-Freundeskreisen, doch Facebook verkommt zum reinen Messenger-Tool - nicht zuletzt, weil das Unternehmen Facebook sich offenkundig immer mehr als Marke und Investitionsobjekt zu instrumentalisieren versucht. Mark Zuckerberg scheint den Überblick verloren zu haben, dass 1.000.000.000 Menschen Facebook groß gemacht haben - und dass diese Menschen es sind, die zählen ... und nicht das fadenscheinige Zufriedenstellen von Investoren. Dass der Börsengang verfrüht und falsch war, ist mittlerweile wohl akzeptierte Tatsache. Doch wie kann Facebook aus dieser Misere wieder herauskommen, wieder "hip" und "angesagt" werden? Seit der (Zwangs-)Einführung der Timeline hat sich bei Facebook nicht mehr wirklich Grundlegendes getan oder verändert. Eine wirkliche positive Neuerung, etwas "Bewegendes", fehlt.

Das Überschütten mit Werbeanzeigen oder das Einschränken von Posts gegen Geld führen ganz im Gegenteil zu einer Abkehr der Nutzer von der Identifikation mit Facebook. Richtig, dies ist genau das Gegenteil von dem, was Zuckerberg eigentlich erreichen wollte. Durch die regelmäßigen (unzureichenden) Upgrades der Facebook-Apps sieht man zwar ein Bemühen, nicht vollständig den Anschluss an die Nutzer zu verlieren, doch könnte Facebook viel mehr aus seinem Potential machen. In einem Event will Facebook heute eine besondere Information an die Öffentlichkeit geben. Was dürfen wir dort erwarten?! Eine verbesserte Suche durch das Netzwerk, die eine einfachere Handhabung von Fotos, Posts und Freunden ermöglicht? Oder die bereits schon einmal aufgetauchte Idee eines Facebook-Smartphones mit eigenem OS für die Länder der dritten Welt, in denen der Großteil der Kommunikation per Internet mobil erfolgt? In diesem Punkt steht Facebook angeblich längst in Verhandlungen mit mehreren Providern.

Das Unternehmen und die Marke Facebook haben definitv das Potential, sich selbst wieder aus der Versenkung zu heben. Ein verbesserter News-Feed wäre sicherlich der erste und beste Schritt, denn dieser ist deutlich zu unpersönlich geworden: Selten genug sieht man Posts oder Aktionen von Freunden - Werbung, Seiten-Posts und gesponsorte Anzeigen scheinen (?!) deutlich zu dominieren. Doch sind ja grade die "Freunde" der Grund, sich bei Facebook anzumelden. Also bitte, liebes Facebook - gib uns weniger Werbung und mehr Aktionsmöglichkeiten mit unseren Freunden - denn wir sind die 1.000.000.000.

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Pic: br

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(im Forum "Kommunikation")

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Quellen:
Can Facebook bring the magic back? | The Verge
http://www.br.de/radio/bayern2/send...a84a1099a13ec9d3321.jpg?version=1337318898563
 
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