App gegen hungernde afrikanische Schulkinder

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Wild Bill Kelso

Wild Bill Kelso

Experte
habe gerade einen artikel auf spiegel-online gelasen, in dem eine app aus dem playstore namens "share the meal" vorgestellt wird, mit der man durch einen klick eine mahlzeit für ein schulkind in lesotho spenden kann. organisiert wird das durch das welternährungsprogramm der uno, man brauch also nicht zu befürchten, dass es an obskure organisationen oder sonstwie verschwindet ...

ich denke, eine wirklich gute sache ....
 
W

__W__

Guru
Wild Bill Kelso schrieb:
... obskure organisationen ...
Hmmmm, bei solchen Sachen bin ich immer sehr zwiegespalten.
... => wieviele Mahlzeiten währen denn dabei "herausgesprungen", wenn die "Mittel" statt in die Programmierung einer App (die keiner braucht, da eine Spende an eine so große Organisation wie die UNO bereits über diverse andere Kanäle möglich ist) direkt zur Verfügung gestellt worden wäre ???

Nichts gegen diese Orgagnisation und deren Arbeit, aber gerade bei Solchen wird zuviel "Geld" mit "Organisation", Verwaltung, Marketing, Profilbildung und "Profilierungsgehabe" verbrannt.

Gruß __W__
 
Wild Bill Kelso

Wild Bill Kelso

Experte
1) politisch informierte wissen, dass die uno durch beiträge der mitgliedsländer finanziert wird (wenn diese nicht gerade klamm sind oder sich wie die usa aus ideologischen gründen sträuben) verwaltungskosten werden also anderweitig gedeckt.

2) bei aufmerksamem lesen des verlinkten artikels wirst du feststellen, dass die apps eben nicht von der uno, sondern von unabhängigen entwicklern kostenlos programmiert wird.

3) ich denke mal, für einen klick in einer app zu kosten von 40 eurocent ist die hemmschwelle wohl erheblich kleiner, als bei einer normalen spende umständlich überweisungsträger auszufüllen und dann höchstwahrscheinlich doch einen grösseren betrag abzudrücken. möglicherweise wirst du es nicht beim finanzamt von der steuer absetzen können, ich denke, es ist eher was für "die kleine gute tat zwischendurch".

wenn man will, kann man natürlich immer ein haar in der suppe finden ....
 
W

__W__

Guru
Wild Bill Kelso schrieb:
...von unabhängigen entwicklern kostenlos programmiert wird.
Das war mir entgangen und gestaltet die Sache wesentlich freundlicher. Danke für den Hinweis.

zu 1) bekannt - ändert aber nichts an der Tatsache, das bei vielen "öffentlichen Institutionen" sinnfrei Geld durch "Aktionen", wenn auch gut gemeint, einfach verbrannt wird - aber das ist ein ganz anderes Thema ...

zu 2) ja, und da "stören" mich persönlich diese Kleinigkeiten wie die "Initiative hinter der App ist in Berlin als gemeinnützige GmbH organisiert", deren Geschäftsführer sicherlich bezahlt wird und "Das Welternährungsprogramm gibt eigenen Angaben zufolge sieben Prozent aller Spendeneinnahmen für Verwaltung aus ...", was sich selbst wenn man den diversen Links folgen sollte nicht mal ansatzweise überprüfen läßt - auf der Share The Meal Webseite sind es übrigens schon 10% (FAQ ● ShareTheMeal "Wie finanziert sich ShareTheMeal" ) :ohmy: .
Könnte sogar stimmen, da wahrscheinlich die anderen Organisationen, die dem UN World Food Programme (WFP) zuarbeiten, wie die Maecenata Stiftung, die für die deutschen Spenden an WFP zuständig ist (hier auch ?), herausgerechnet sind, aber auch "Geld kosten"(wer auch immer es zahlt) => schöngerechnet

Mir persönlich geht es lediglich gegen den Strich, das erst ein dutzend Organisationen, Stiftungen und sonstige "Einrichtungen" erst zwischen "meiner Spende" und dem "Ziel" liegen - das hinterläßt immer einen faden Beigeschmack.

Trotzdem hoffe ich das den Leuten/Kindern auf diese (oder andere) Weise geholfen werden kann und es gibt sicherlich schlechtere Möglichkeiten für solche Zwecke zu Spenden.
Die "gute Tat für zwischendurch" ist auch wirklich eine schicke Idee :thumbup:.

Gruß __W__

PS: Spende per SMS wäre ohne Überweisungsträger noch möglich, könnte aber in die Premium-SMS-Sperre laufen. Da wären wir aber bereits wieder beim Haar in der Suppe :biggrin: ...
 
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