n1-1.jpg
[Update] Das Oppo N1 ist allein schon aufgrund seiner Größe sicherlich nicht jedermanns Wunsch-Androide. Allerdings muss selbst ich als bekennender „Maximal-4,5-Zoll-Verfechter“ sagen, dass ich bei solch schicken neuen Ideen, wie der schwenkbaren Kamera zumindest gerne mal ein paar Tage testen würde. Nachdem außer offiziellen Rendern, der Presserklärung und einem mutmaßlichen Preis von der Vorstellung vor wenigen Tagen nicht viel mehr bekannt geworden ist, haben heute die Jungs von Android Authority einen persönlichen Ersteindruck im Video online gestellt. Die waren nämlich bei der Präsentation in Beijing live dabei und hatten die Möglichkeit, Phablet und Zubehör kurz auszuprobieren. Demnach liegt das Oppo N1 trotz Größe gut in der Hand. Die Bedienung über die berührungsempfindliche Rückseite ist gewöhnungsbedürftig und wird momentan noch als recht begrenzte Funktion bezeichnet, solange noch keine Drittanbieter ihre Apps für diese Bedienung anpassen. Was die Kamera angeht, so wurde im Rahmen der Vorstellung wohl auch der Aspekt beleuchtet, inwiefern der neue, frei wählbare Winkel beim Bildermachen für eher unmoralische Zwecke genutzt werden kann. [/Update]
01.jpg 02.jpg 03.jpg
Pics: androidauthority.com

Was kann ein Smartphone-Hersteller aktuell noch tun, um seine neueste Entwicklung mit einer Innovation von der Masse abzuheben? Bei Oppo hat man darüber offenbar lange nachgedacht und sich Mühe gegeben, zumindest einen Hauch des Neuen und Unbekannten zu verbreiten. Aber fangen wir mit dem gewöhnlichen an. Das neue Oppo N1 ist groß – es ist mit seinem 5,9-Zoll Full-HD IPS Display (377ppi) sogar sehr groß. Soweit also schon mal keine Innovation, wo sich doch offenbar so viele Android-Enthusiasten mal wieder ein hosentaschen-freundliches High-End-Gerät wünschen. Auch die inneren Werte orientieren sich am aktuell gängigen Equipment. Ein 1,7GHz Snapdragon 600 Prozessor, gepaart mit 2GB RAM und wahlweise 16- oder 32GB internem Speicher. Der Akku besitzt eine, für diese Ausstattung schon fast großzügige Kapazität von 3.610mAh.

Was das N1 aber schon auf den ersten Blick von allen anderen gängigen Modellen unterscheidet, ist seine Kamera – und das beginnt schon beider Tatsache, dass es nur eine gibt. Das vorhandene 13-Megapixel-Modell mit einer f/2.0 Blende ist nämlich um 206° drehbar, wodurch eine extra Frontkamera nicht mehr nötig ist. Besonderen Wert legt Oppo auf die Tatsache, dass das Kameramodul aus sechs Linsen und einem CMOS Sensor besteht. Hardware und Software im Zusammenspiel nennt das Unternehmen „Pure Image“ und kurz gesagt, soll das natürlich für brillante Bilder, auch bei schlechten Lichtverhältnissen sorgen. Unterstützt wird dieses Vorhaben auch von dem eingebauten Dual-LED-Blitz, wobei je ein Blitz speziell für den Gebrauch von vorn (ein „weicherer“ Blitz aus geringerer Entfernung) bzw. von hinten gedacht ist. Nach Angaben ist die Kamera innerhalb von 0,6 Sekunden aus dem Stand-By bereit für ein Foto. Es reicht, einfach das Modul um 120° zu bewegen. Wer sich Sorgen um die Haltbarkeit dieser Konstruktion macht, dem versichert Oppo, dass der Mechanismus nach mindestens 100.000 Rotationen noch so gut wie neu ist. Das sind umgerechnet 40 Mal am Tag und das sieben Jahre am Stück.

Als zweite Besonderheit, die ja auch LG beim G2 für sich entdeckt hat, ist die Gehäuserückseite berührungsempfindlich und kann durch Tippen, Doppeltippen oder Scrollen verschiedene Aktionen, wie ein Foto machen oder den Browser öffnen ausführen. Ein kleines aber feines Zubehörteil ist das sogenannte „O-Click Control“. Dabei handelt es sich zum einen um einen Auslöser für die Kamera, der per Bluetooth bis zu 50 Meter entfernt vom N1 funktioniert. Außerdem kann auch ein Alarm eingestellt werden, wenn man den 5,9-Zoller mal verlegt hat. Das O-Click Control kann als Anhänger ans Schlüsselbund geheftet werden und ist direkt im Lieferumfang enthalten, was es natürlich noch etwas attraktiver macht. Großes Display und drehbares Kameramodul, beides sorgt natürlich dafür, dass das N1 mit 17,1 x 8,3 x 0,9cm nicht gerade ein handliches Phablet darstellt, dass aufgrund seines Aluminiumrahmens (das Gehäuse besteht aus Kunststoff) mit 213g Gewicht auch noch merkbar mitgetragen wird. Kommen wir abschließend zum Betriebssystem. Oppo hat sich zum einen Android 4.2 (Jelly Bean) zur Brust genommen und festgestellt, dass da noch viel Raum für Verbesserungen herrscht. Das Ergebnis nennt sich Color und besitzt laut Hersteller, im Gegensatz zu Stock Android über 400 einzigartige Features. Aber Freunde des gepflegten Custom-ROMs, wie am vergangenen Wochenende schon angedeutet, wird es die internationale Version des Oppo N1 auch mit einer vorinstallierten Version von CyanogenMod geben, die der Nutzer direkt aus dem Systemspeicher laden kann. In der Pressmitteilung wird Anfang Dezember als frühester Auslieferungstermin genannt. Einen Preis gibt es auf der offiziellen Seite noch nicht, bei GSM Arena ist von 3.498CNY, also umgerechnet etwa 425€ die Rede.

n1-1.jpg n1-4.jpg
n1-2.jpg n1-3.jpg

Diskussion zum Beitrag
(im Forum "Oppo")

Weitere Beiträge auf Android-Hilfe.de
https://www.android-hilfe.de/forum/...gra-4-toller-ausstattung-fuer-200.475211.html
https://www.android-hilfe.de/forum/android-news.3/zte-blade-g-budget-smartphone-fuer-149.472060.html
https://www.android-hilfe.de/forum/...nd-mit-lte-mehr-power-vorgestellt.474068.html

Quellen:
Oppo N1 hands-on and first impressions (video and image gallery)
OPPO N1
OPPO N1 Return To Innovation - OPPO
Oppo N1 is official with 5.9-inch fullHD display and Color OS - GSMArena.com news
 
Scum, don_giovanni, anime und 3 andere haben sich bedankt.
Die Seite wird geladen...
Du betrachtest das Thema "[Update]Oppo N1: Der chinesische Koloss im Video-Ersteindruck" im Forum "Android News",
  1. Android-Hilfe.de verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren und dir den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn du auf der Seite weitersurfst stimmst du der Cookie-Nutzung zu.  Ich stimme zu.