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Das Thema "BP6X Akku Fälschungen / Plagiate und wie erkenne ich sie?" befindet sich unter Zubehör für Motorola Milestone auf Android-Hilfe.de.
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| Erfahrener Benutzer Modell: Motorola Milestone Registriert seit: 27.02.2010
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| Ich eröffne diesen neuen Thread, weil der Markt in letzter Zeit zunehmend mit Fälschungen des Originalakkus BP6X überflutet wird. Es wird immer schwieriger, echte Motorola-Akkus zu erhalten. Dies hängt auch damit zusammen, dass Motorola sich trotz zahlreicher Hinweise bislang für das Problem nicht interessiert und somit der weiteren Verbreitung der Plagiate indirekt Vorschub leistet. Ich habe zwei Mails an den Motorola-Service geschrieben und einmal dort angerufen. Man hat immer interessiert zugehört und mir zugestimmt, dann aber entweder lapidar gesagt, es handele sich wohl um defekte Original-Akkus oder man könne nichts dagegen tun. Wie auch immer, derzeit bleibt nur die Hilfe zur Selbsthilfe. Das heißt: In diesem Thread sollen Erfahrungen zu gefälschten oder defekten Akkus gesammelt werden. Wenn jemand die Vermutung hat, dass sein Akku gefälscht ist oder eine zu niedrige Kapazität aufweist, sollte er diese Erfahrung hier mit einem möglichst hoch auflösenden Foto des betreffenden Akkus posten und auch schreiben, bei welchem Händler er diesen Akku erworben hat. Ebenso sollten Händler- bzw. Bezugsadressen gepostet werden, bei denen man noch originale Akkus erwerben kann. Solange es im Rahmen bleibt, biete ich auch an, mit Rückumschlag eingesandte Akkus auf ihre Kapazität zu überprüfen, um den Geschädigten eine Möglichkeit zu bieten, sich gegen diesen Betrug mit gerichtlich verwertbaren Beweismitteln zur Wehr zu setzen. Die Kapazität wird mit nach amtlichen Eichstandards kalibrierten Messgeräten bestimmt. Wer diesen Service in Anspruch nehmen will, sendet mir bitte eine E-Mail. Aber bitte nur bei berechtigten Vermutungen und bei neuen Akkus, die erst kürzlich erworben wurden! Demnächst werde ich hier für die interessierten Bastler auch eine entsprechende Messschaltung und ein kurzes Dossier über die Methoden zur Bestimmung der Kapazität veröffentlichen. Viele Grüße, Volker |
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| Erfahrener Benutzer Modell: Motorola Milestone Registriert seit: 27.02.2010
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Vorab die bisher von mir gesammelten Informationen zur Erkennung von Plagiaten mit zu niedriger Kapazität. Seltsam ist zuerst einmal, dass mehrere angebliche Original-Akkus alle die gleiche um 30% zu niedrige Kapazität von 980 mAh aufweisen. Im Thread Ersatzakku gibt es ausführliche Informationen mit Bildern und Messdiagrammen hierzu. Wäre es ein Defekt, wäre es schon sehr seltsam, dass er sich immer gleich auswirkt und er müsste auf einen erheblichen Fehler in der Produktion zurückzuführen sein. In dem Fall müsste sich Motorola schnellstens darum kümmern und die defekten Serien vom Markt nehmen. Es ist aber wahrscheinlicher, dass die Akkus recht gut gemachte Fälschungen sind. Wie erkenne ich diese Fälschungen nun, wenn ich keine Einrichtung zur Bestimmung der Kapazität besitze? Zuerst einmal sollte der Akku in der hier beschriebenen Originalverpackung ankommen. Tut er das nicht, ist schonmal größte Skepsis geboten! Dann sollte der Akku genauestens bezüglich seiner Sicherheitsmerkmale untersucht werden. Es ist relativ schwierig, die Fälschungen zu erkennen, weil das Akku-Gehäuse als auch die Banderole äußerlich mit dem Original nahezu identisch sind. Hinzu kommt, dass Motorola selbst die Banderole verändert hat, so dass sich sogar Original-Akkus im Aufdruck voneinander unterscheiden können. So wurde z.B. in dem weißen Fenster oben links auf dem Akku zu der Bezeichnung "B052R750-9001" später die Kapazitätsangabe "1390 mAh" hinzugefügt, wodurch das weiße Viereck größer wurde. Sowas erleichtert das Auffinden gefälschter Akkus natürlich nicht gerade. Einzig auffällig ist auf den ersten Blick, dass sich die Druckfarbe bei den Fälschungen an einigen Stellen relativ schnell ablöst. Stutzig machen sollte einen auch folgendes: Betrachtet man die Stirnseite des Akkus von vorne (also die Seite, wo die goldenen Kontakte sind), fällt bei einigen Akkus auf, dass das Gehäuse an der Unterseite eine Kerbe hat. Alle bisher gesichteten Originalakkus hatten dort keine Kerbe. Bei Originalakkus befindet sich zudem rechts auf der Stirnseite ein kleines, weißes Label mit sieben kleinen, roten Kreuzen. Fehlt dieses Label, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Es gibt aber gottseidank ein Merkmal, das nicht so einfach zu fälschen ist: Das Hologramm. Auf den ersten Blick sieht es so aus wie das Original, aber wenn man genau hinsieht, stellt man Unterschiede fest. Wir betrachten dabei das Bild unten. Rechts ist der zu meinem Milestone mitgelieferte Original-Akku zu sehen, links das Plagiat. Man sollte sich das Hologramm in höchster Auflösung ansehen. Zuerst stellt man fest, dass die länglichen Felder, in denen sich das Häkchen mit dem Text "MOTOROLA ORIGINAL" befindet, beim Plagiat deutlich länger sind, als beim Original. Als Folge dessen passt das Sicherheitsmerkmal auf das Original etwas mehr als viermal drauf, während es auf das Plagiat jedoch nur etwas mehr als dreimal passt. Dies ist der erste Hinweis auf eine Fälschung. Wenn man sich dann das Hologramm genauer ansieht, stellt man fest, dass der Text "MOTOROLA ORIGINAL" links abgeschnitten ist, weil er zu groß kopiert wurde. Auf dem Plagiat steht daher nur "OTOROLA RIGINAL" drauf. Als dritter Hinweis für die Fälschung gilt die auf der Spitze stehende Raute, in der sich ein gelbes Häkchen befindet. Beim Original ist das Häkchen leicht nach rechts versetzt, seine untere Spitze befindet sich leicht rechts von der Mitte der Raute und es ragt auch oben rechts über die Raute hinaus. Bei der Fälschung hingegen befindet sich das Häkchen genau in der Mitte und es ragt auch nicht über die Raute hinaus. Der vierte Hinweis liegt in den Ecken der Banderole: Während die Ecken des Hologramms beim Original abgerundet sind, sind die Ecken bei der Fälschung im spitzen 90 Grad Winkel. Außerdem ist die Oberfläche des Hologramms beim Original ganz glatt, bei der Fälschung hat das Hologramm kleine "Krater" in der Oberfläche. All dies ist in der Vergrößerung des Bildes unten gut zu sehen. Wer noch mehr Merkmale zur Unterscheidung von Original und Fälschung findet, postet diese hier bitte! Vielen Dank, Volker Geändert von fipsy (05.02.2011 um 00:57 Uhr) |
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| Erfahrener Benutzer Modell: Motorola Milestone Registriert seit: 27.02.2010
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Eine Fälschung äußerlich zu identifizieren ist zwar ganz schön, aber letztlich bietet nur die Messung der Kapazität einen verlässlichen Beweis für die Minderwertigkeit der Ware und für den Betrug, der vorliegt, wenn die tatsächliche Leistung der Ware regelmäßig 30% unter der versprochenen liegt. Im Folgenden das Dossier zum Thema "Akku-Kapazität": 1. Allgemeines / Vorwort: Die folgenden Ausführungen beziehen sich ebenfalls auf Lithium-Polymer Akkus, auch wenn nur von Lithium-Ionen Akkus (Li-Ion) gesprochen wird. Die Angaben beziehen sich weiterhin auf Handy- bzw. PDA-Akkus mit einer Nennspannung von 3,7 Volt (Spannung unter Last oder bei 50% Ladezustand) und einer Akku-Kapazität zwischen etwa 900 und 1500 mAh. Für Akkus mit anderer Nennspannung bzw. Kapazität gelten u.U. angepasste Werte, es können aber aufgrund baulicher Abweichungen auch ganz andere Daten gültig sein. Dieser Text dient daher lediglich der Information! Es können daraus keine Regeln oder gar Haftungsansprüche abgeleitet werden! Haftungsausschluss: Der Autor haftet in keiner Weise für die in diesem Text bereitgestellten Informationen oder für die Folgen aus deren Nutzung! Kopie und Weitergabe dieses Textes, sowie Veröffentlichung in anderen Foren bitte nur mit Genehmigung des Autors! Warum das? Weil dieser Artikel noch in der Entwicklung ist und daher Änderungen unterworfen sein kann. Bei einer unkontrollierten Verbreitung ist eine Änderung nicht mehr möglich. Deshalb bitte nur auf diesen Artikel verlinken und nicht kopieren! Das Original wird veröffentlicht im Forum der Android-Hilfe unter: http://www.android-hilfe.de/zubehoer-fuer-motorola-milestone/44356-bp6x-akku-faelschungen-plagiate-wie-erkenne-ich-sie.html#post562964 2. Ladevorgang: Ein Li-Ion Akku mit einer Nennspannung von 3,7 Volt wird mit einer Spannung zwischen 4,2 Volt (Akku voll geladen) und 3,2 Volt (Akku nahezu leer) betrieben. Bei Unterschreiten einer Spannung von 3,0 Volt im laufenden Betrieb sollte der Akku sofort abgeschaltet werden, um Schäden zu vermeiden. Danach sollte er so bald wie möglich wieder aufgeladen werden. Welches ist nun das ideale Ladeverfahren? Viele Ladegeräte legen an den Li-Ion Akku eine Spannung von 4,2 Volt mit einer Strombegrenzung an. D.h. zu Beginn der Ladung liegt die Akkuspannung bei knapp über 3 Volt und es fließt der durch die Strombegrenzung vorgegebene Ladestrom. Dies ist wichtig, damit kein Kurzschluss ensteht und der Akku explodiert. Li-Ion Akkus haben die Eigenschaft, einen sehr geringen Innenwiderstand aufzuweisen und bei der Ladung daher kaum Wärme zu erzeugen, weshalb sie einen sehr guten Wirkungsgrad von rund 90% haben und mit sehr hohen Strömen sehr schnell geladen werden können. Akkuschonend ist dieses Verfahren allerdings nicht. Man sollte daher einen Ladestrom wählen, der nicht wesentlich mehr als 50% über der Nennkapazität in Ah (bzw. mAh) liegt, auch wenn die Hersteller angeben, dass mit einem Strom geladen werden kann, der der 2-fachen Nennkapazität entspricht. Dies verkürzt die Lebensdauer aber deutlich. Die Ladeanzeige wird i.d.R. bei Erreichen einer Ladespannung von 4,2 Volt abgeschaltet. Die Spannung liegt aber trotzdem weiter am Akku an. Denn wenn 4,2 Volt erstmals erreicht werden, ist der Akku erst zu etwa 80% geladen, weil die Ladespannung immer über der Leerlaufspannung des Akkus liegt. Die einfachen Ladegeräte halten die Spannung dann konstant auf 4,2 Volt, während der Ladestrom mit zunehmender Akkuladung langsam weiter absinkt. Diese Methode ist nur bedingt empfehlenswert, wenn der Akku vollständig geladen werden soll. Denn um den Akku wirklich voll zu laden, muss man ihn bei der Ladespannung von 4,2 Volt noch 1-2 Stunden am Netz lassen. Es ist also eine Schätzfrage, wann der Akku wirklich voll ist. Das ideale Laderverfahren sieht so aus, dass man den Akku zuerst mit einer Strombegrenzung (Konstantstromquelle) lädt, bis die Spannung an den Akku-Kontakten (Klemmenspannung) 4,2 Volt beträgt. Danach lädt man ihn mit einer Konstantspannung von 4,2 Volt so lange weiter, bis der Ladestrom auf 3% des Anfangsstroms abgesunken ist oder bis er nicht mehr weiter absinkt. Dann erst wird die Ladeanzeige abgeschaltet und der Akku ist zu 100% geladen. Der Ladestrom in mA bei der Strombegrenzung sollte 50% der Nennkapazität des Akkus in mAh nicht überschreiten. Beispiel: Ein Li-Ion Akku hat eine Nennkapazität von 1400 mAh. Geladen werden sollte er also maximal mit einem Strom von 1400 / 2 = ca. 700 mA. Etwas mehr (20%) schadet nicht. Nach Erreichen der Nennspannung von 4,2 Volt hält man die Klemmenspannung konstant. Nun lädt man ihn noch so lange mit einer Spannung von 4,2 Volt weiter, bis der Strom auf 3% des Ausgangsstroms, also 21 mA, abgesunken ist (3% von 700 mA = 21 mA) oder bis er nicht mehr weiter absinkt. Dann wird die Ladung unterbrochen. Der gesamte Ladevorgang dauert so etwa 4-5 Stunden. Ein nagelneuer Akkus sollte zu allererst vor der Nutzung aufgeladen werden! Der Ladevorgang kann dabei ruhig etwas länger (bis zu 16 Stunden) dauern. D.h. man lässt den Akku bei einem einfachen Ladegerät nach Erreichen der Konstantspannung von 4,2 Volt noch einige Stunden am Netz. In der Literatur findet man häufig den Hinweis, dass der neue Akku erst nach 2-3 vollständigen Lade- und Entladezyklen seine volle Kapazität erreicht hat. Meine Messungen konnten diese Behauptung nicht bestätigen. Es mag Akku-Typen geben, bei denen dies so ist. Bei den von mir gemessenen Typen war dies nicht der Fall. Diese erhöhten ihre Kapazität nach mehreren Ladezyklen im Schnitt um nicht mehr als 1%. Was aber in jedem Fall zu beachten ist: Der neue Akku sollte 2-3 Mal vollständig geladen und entladen werden, bevor man Teilladungen oder Teilentladungen vornimmt. Das erhöht i.d.R. seine Lebensdauer. Wird der Akku so behandelt, nicht zu heiß oder zu kalt gelagert und betrieben, kann er rund 500 Lade-/Entladezyklen ohne nennenswerte Kapazitätsverluste erreichen. 3. Entladevorgang: Für den Entladevorgang gelten ähnliche Regeln wie für den Ladevorgang. Er sollte nicht mit einem Strom stattfinden der höher ist, als 1/3 der Nennkapazität. Idealerweise sollte der Strom 1/5 der Nennkapazität nicht dauerhaft überschreiten, um die Lebensdauer des Akkus voll zu erhalten. 4. Kapazitätsmessung: Das wichtigste Thema bei Li-Ion Akkus ist die Kapazität in mAh. Sie gibt die „Leistungsfähigkeit“ des Akkus, also seine Energie-Speicherfähigkeit an. Hier wird von vielen Händlern massiv „geschummelt“. D.h. die tatsächliche Kapazität liegt häufig 30-50% (!!!) unter der angegebenen. Hier handelt es sich zweifellos um Betrug. Die Händler oder Hersteller sprechen dann oft von „Ausreißern“ oder „Produktionsschwankungen“. Tatsache ist aber, dass dieser Betrug System hat und die mangelhaften Akkus oft über Jahre hinweg verkauft werden. Hierdurch werden die „anständigen“ Produzenten geschädigt, da ihnen ein Teil des Geschäfts verloren geht. Andererseits muss man auch sagen, dass Original Li-Ion Akkus der Hersteller teilweise massiv überteuert angeboten werden, da die Hersteller sich mit dem Verkauf von Zubehör ein besonderes Zusatzgeschäft versprechen. So kann man bei dem Original-Akku BP6X von Motorola, der z.B. beim beliebten Handy „Milestone“ eingesetzt wird, eine Spanne der Verkaufspreise von 22 bis nahezu 50 Euro beobachten. Eine derartige Spanne ist völlig ungerechtfertigt. Somit leisten die Hersteller von Originalware durch Wucherpreise den Betrügern und damit ihrer kriminellen Konkurrenz Vorschub. Eine Messung der tatsächlichen Kapazität des erworbenen Akkus ist somit unerlässlich. Betrügerische Produkte, die nicht der Beschreibung entsprechen, sollten zum Händler zurückgesandt werden. Nur so kann dem weltweiten Akku-Betrug ein Ende bereitet werden! Kapazitätsschwankungen von -5% sind maximal tolerierbar. Alles darüber hinaus gibt Anlass, an Betrug zu denken. Wie messe ich aber nun zuverlässig die Kapazität meines Akkus? Durch „Ausprobieren“ im Handy oder PDA kann die Kapazität nicht zuverlässig ermittelt werden, da der Entladestrom in einem Gerät von zu vielen, schwankenden Faktoren abhängt. Man bekommt allenfalls „gefühlsmäßig“ heraus, ob der Akku „gut“ oder „schlecht“ ist. Das reicht aber nicht als Beweis für einen Betrug. Leider gibt es keine genormten Verfahren für die Ermittlung von Akkukapazitäten bei Li-Ion-Akkus, die rechtlich bindend sind. Obwohl dies dringend nötig wäre, stellt sich der Gesetzgeber bisher blind und taub. Der jährliche Betrug mit gefälschten Akkus dürfte derweil in die Milliarden gehen. Das in den meisten Laboren eingesetzte Verfahren, um die Kapazität der Akkus zu überprüfen, ist jedoch folgendes: Einer neuer Akku wird 3 mal geladen und entladen, bevor seine Kapazität bestimmt wird. Direkt vor der Messung muss er vollständig aufgeladen worden sein (auf 100%, siehe 2. Ladevorgang:). Dann wird der Akku mit ca. 1/5 – 1/7 des Stromes, der der Nennkapazität entspricht, entladen bis er eine Spannung von 3,0 Volt erreicht. Beim Unterschreiten dieser Spannung wird die Entladung abgebrochen und der Kapazitätswert ermittelt. Die Strom-Entladekurve wird dabei über der Zeit integriert. Ein Akku mit einer Kapazität von 1400 mAh wird also über einen Last-Widerstand von ca. 15 Ohm mit einem mittleren Strom von ca. 220 mA beaufschlagt. Der Entlade-Strom wird etwa im Sekundenrhythmus gemessen und die Werte aufgezeichnet. Praktisch realisiert man dies mit einem Messgerät (Multimeter), das einen Ausgang besitzt, über den die Werte per serieller Schnittstelle (RS 232 / V.24) oder USB so lange an einen Computer übertragen werden, bis die Akkuspannung auf 3,0 Volt abgesunken ist. Der Computer skaliert die gemessenen Werte und summiert sie. Um am Ende eine Kapazität in Ah zu bekommen, müssen die gemessenen Werte vor der Aufsummierung – wie gesagt – entsprechend skaliert werden. Gemessen wird der Strom in Ampere (A) exakt in Sekundenabständen. Jeder gemessene Stromwert wird durch 3600 geteilt (eine Stunde hat 3600 Sekunden) und dann aufsummiert. Die aktuelle Summe gibt dann die bisher entladene Akkukapazität in Ah an. Mit 1000 multipliziert ergibt sich die Kapazität in mAh. Werden die Stromwerte nicht einmal pro Sekunde, sondern jede halbe Sekunde gemessen, muss man sie durch 7200 teilen. Bei Messungen in 2-Sekunden-Abständen wird durch 1800 geteilt - u.s.w. Darüber hinaus können die gemessenen Stromwerte aufgezeichnet und z.B. mit Excel als Entladekurve über der Zeit dargestellt werden. Die Entladekurve gibt dem erfahrenen Anwender sehr schnell und zuverlässig Aufschluss. Denn die Form der Kurve zeigt die Gleichmäßigkeit der Entladung an und somit die Qualität der Zellen. Eine „gezackte“ Entladekurve mit Stromschwankungen oder engen Kurven deutet auf minderwertige Zellen hin, die kein langes Leben versprechen. Weicht die so gemessene Kapazität bei mehreren Akkus vom selben Händler gegenüber der angegebenen Nennkapazität um mehr als 10% nach unten ab, kann man von Betrug ausgehen. Die von seriösen Herstellern angegebenen Kapazitäten stimmen recht genau mit den nach dem genannten Verfahren ermittelten Kapazitätswerten überein. Auch wird nach der Hälfte der Entladung recht genau die Nennspannung von 3,7 Volt erreicht. So wurde z.B. für zwei der oben genannten Motorola-Akkus BP6X experimentell eine Kapazität von 1418 bzw. 1428 mAh ermittelt. Dies liegt sehr exakt bei dem vom Hersteller angegebenen, typischen Wert von 1420 mAh für den Akku. Ein von vielen Händlern verkaufter Akku eines Fremdherstellers (keine Fälschung, sondern ein Alternativ-Akku!) wird mit nominal 1300 mAh angegeben. Messungen ergaben hier jedoch lediglich eine Kapazität von 1058 mAh, also etwa 19% unter dem deklarierten Wert und 25% unter der Kapazität des Original-Akkus. Hier ist eindeutig von einer Betrugsabsicht auszugehen, zumal der Akku zu einem Preis von rund 16 Euro verkauft wird und er damit nur etwa 25% unter dem niedrigsten Verkaufspreis für den Original-Akku liegt. Weiterhin werden angebliche Original-Akkus mit einer Kapazität von 1390 mAh zum Preis von etwa 16 Euro angeboten, deren tatsächliche Kapazität etwa 980 mAh beträgt. Sie leisten also noch weniger als der Alternativ-Akku des Fremdherstellers. Geändert von fipsy (03.11.2010 um 17:43 Uhr) |
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| Erfahrener Benutzer Modell: Motorola Milestone Registriert seit: 27.02.2010
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Hier nun für die technisch interessierten die Schaltung zur Kapazitätsmessung. Der Aufbau ist sehr einfach (siehe Schaltbild unten links). Die Schaltung besteht aus einem Teil, der eine Eingangsspannung zwischen 8 und 14 Volt mit Hilfe eines Linearreglers in eine 5 Volt Konstant-Spannung für die Messschaltung wandelt (IC2, D1, D2, C5, C6, C7). Wer ein ordentliches Labornetzteil hat, das eine zuverlässige und präzise 5 Volt-Spannung liefert, kann auf diesen Teil der Schaltung verzichten und die 5 Volt direkt an den Klemmen VOUT-1 (+) und VOUT-3 (-) einspeisen. An IMESS-1 und IMESS-3 wird das Strom-Messgerät angeschlossen, das die gemessenen Stromwerte im Sekundentakt an den Computer liefert. An RLAST-1 und RLAST-3 wird der Lastwiderstand angeschlossen, über den der Akku entladen wird. Dieser sollte mindestens eine Leistung von 1 Watt abkönnen. Besser sind aber 5 Watt, damit er nicht zu heiß wird. An "Akku +" (JP1) und "Akku -" (JP2) wird der Akku angeschlossen. Für die ganz interessierten sind noch zwei Klemmen UMESS-1 und UMESS-3 vorgesehen, an denen man die aktuelle Akkuspannung messen kann. Eine Leuchtdiode D3 zeigt den Entladevorgang optisch an. Die Entladung wird gesteuert über ein Reed-Relais (K1), das automatisch einschaltet, sobald der Akku eingelegt wird. Der Rest der Schaltung sorgt dafür, dass bei Unterschreiten einer Spannung von 3,0 Volt das Reed-Relais abfällt und den Entladevorgang automatisch beendet. Der Operationsverstärker LM358 (IC1A) ist ein ganz simpler, rückgekoppelter Komparator in Mitkopplung, der die Akkuspannung mit der am Potentiometer R8 voreingestellten Spannung vergleicht. Die beiden NAND-Schmitt-Trigger 74HCT132 (IC3A und IC3B) arbeiten als doppelter Inverter, dienen als Stromverstärker für das Relais und dazu, die Schaltflanken des Operationsverstärkers zu schärfen. Die Freilaufdiode D9 schützt die Schmitt-Trigger vor hohen Induktionsspannungen beim Abschalten der Relais-Spule. Die eigentliche Fummelaufgabe ist, das Poti R8 so einzustellen, dass der OP exakt beim Unterschreiten von 3,0 Volt abschaltet. Durch den Spannungsteiler R5/R6 wird der Einstellbereich zwar schon erheblich empfindlicher und in Richtung 3 Volt verschoben, aber dennoch ist etwas Feinarbeit nötig. Am besten realisiert man die Einstellung mit einem Funktionsgenerator, der eine SEHR langsam fallende Sägezahn-Flanke liefert (ca. 10 mV / Sekunde). Der Schalter S7 schließlich ermöglicht zu Testzwecken ein Nachtriggern der Schaltung (Relais ein), nachdem sie schon abgeschaltet hat. Da die Schaltschwelle (EIN) bei ca. 3,5-3,6 Volt liegt, ist ein weitgehend entladener Akku nicht mehr in der Lage, das Relais von sich aus einzuschalten. Dies kann mit S7 manuell veranlasst werden. Das zweite und dritte Bild zeigt den Aufbau der Messschaltung mit einem gerade in Messung befindlichen BP6X Akku. Man sieht hinten das kalibrierte Messgerät M-3860M von Voltcraft/Metex, das die Stromwerte an den Rechner liefert. Ebenso sieht man den vertikal stehenden Keramik-Lastwiderstand von 15 Ohm. Er ist etwas überdimensioniert, aber ich hatte gerade keinen kleineren .Das vierte Bild zeigt den Monitor des Rechners mit der Winlabor-Software, den aktuellen Messdaten und dem Messwert-Recorder für die spätere Darstellung der Entladekurve im Excel-Diagramm. Das fünfte Bild zeigt schließlich ein Excel-Diagramm mit zwei Entladekurven: Die rote Kurve zeigt einen hochwertigen Original-Akku und die blaue Kurve ein minderwertiges Plagiat. Geändert von fipsy (16.09.2010 um 05:21 Uhr) |
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| | #5 (permalink) |
| Moderator |
Ich kauf meine Akkus gleich in China - da rechne ich gar nich erst mit Originalen, bezahle dann aber natürlich auch kaum was ![]() Aber hut ab: ordentliche Bastelarbeit. Aber Platinen ätzen oder per Lochraster aufbauen haben sicher die meisten nicht sooo den Drang zu
__________________ Moderator für die Foren HTC One X, HTC Desire HD und HTC Allgemein Nokia 3210 / Nokia 3510 / Nokia 3330 / Siemens SX1 / Nokia N80 / SonyErissson P800 / SonyEricsson P900 / SonyEricsson P990i / Nokia N95 / SonyEricsson P1i / Nokia N96 / Morotola Milestone / HTC Desire HD / HTC One X KEIN SUPPORT PER PN! Geändert von TimeTurn (05.10.2010 um 10:55 Uhr) |
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| Folgender Benutzer bedankt sich bei TimeTurn für diesen Beitrag: | fipsy (05.10.2010) |
| | #6 (permalink) |
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Auch, wenn mich das Thema persönlich nicht sooo brennend interessiert, bekunde ich mal meinen Respekt für die Arbeit, die Du Dir gemacht hast und vergebe ein paar "Danke".
__________________ 101% insane | icke@twitter | meen block | mycolorscreen | ein DANKE tut nicht weh | ⇘ HTC HD2: Hyperdroid 5.9.0. | SGSII: CM9 Nightly 20120507 |
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| Folgender Benutzer bedankt sich bei Nudelholz für diesen Beitrag: | fipsy (05.10.2010) |
| | #7 (permalink) | ||
| Erfahrener Benutzer Modell: Motorola Milestone Registriert seit: 27.02.2010
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| Zitat:
Zitat:
Früher hat mich das auch genervt. Aber seitdem ich Eagle für das Layout benutze und meine Platinen nicht mehr belichte (was wirklich nervig ist), sondern im "Bügelverfahren" mit der Tonertransfermethode herstelle, macht es richtig Spaß, weil nur noch der Ätzvorgang und das Bohren der Löcher anfällt. Sägen tu ich die Platinen mit einer elektrischen Dekupiersäge, mit der man auch weihnachtliche Holz-Sägearbeiten machen kann, wenn man drauf steht ;-). Die gibts bei Ebay für wenige Euronen. Wenn man dann noch einen Bestückungsrahmen von Weller sein Eigen nennt, macht auch das Einlöten der Bauteile richtig Spaß. Und alles für recht wenig Geld. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen und mit professionell hergestellten Platinen durchaus konkurrieren. Und das bei einer Auflösung von unter 0,2 mm, die im genannten Verfahen noch sauber herzustellen ist. Viele Grüße, Volker | ||
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| | #9 (permalink) |
| Neuer Benutzer Registriert seit: 14.10.2010
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Nabend allerseit! Durch einen Kundenhinweis bei Amazon und eigenem Überprüfen kann ich bestätigen, dass es einen ganz einfachen Test gibt, ein Plagiat von einem Originalakku zu unterscheiden: Man rubbelt einfach mit dem Fingernagel über die schwarze Ummantelung des Akkus. Löst sich die Ummantelung = Plagiat Passiert nichts = Original Hoffe ich konnte helfen.
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| | #10 (permalink) |
| Android-Hilfe.de Mitglied Modell: Motorola Milestone Registriert seit: 31.01.2010
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hey fett...!! das funktioniert echt....hab hier nen falschen aus der Bucht; und nen echten von Hitmeister Danke für den Tip! |
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