Ich gebe es auf - 16 Monate nur Threema, kein WhatsApp etc.

erzengel-michael

erzengel-michael

Erfahrenes Mitglied
Hüstel.....Herr Mod.....jetzt sind wir aber auch OT unterwegs :rolleyes:
 
S

Struwwelpeter

Stammgast
erzengel-michael schrieb:
Nun, gerade bei Messengern, mittles derer man sich ja "privat" unterhalten möchte, sollte der Datenschutz an erster Stelle stehen. Das ist für mich bei WhatsApp nicht gegeben. Ich möchte nicht, daß man mittels Tracking feststellen kann, wo ich mich tagsüber bewegt habe. Ich möchte auch nicht, daß die angebliche Verschlüsselung jederzeit abgeschaltet werden kann. Auch nicht, daß Daten nur mit einem universellen Key verschlüsselt werden, die sich dann doch wieder entschlüsseln lassen. Desweiteren möchte ich nicht, daß jegliche Inhalte meiner Konversationen kommerziell genutzt werden können (allein das "können" ist schon ein no-go). Auch geht mein Adressbuch mit seinen Telefonnummern keinen was an und ich wüßte nicht, warum das auf irgendeinem Server in den USA gespeichert werden sollte. Ebenso, warum jegliche Daten maximal 30 Tage gespeichert werden. Ich möchte auch nicht, daß anhand dieser Daten mir personifizierte Werbung zugeschickt werden könnte.

Das waren nur wenige - wohl die wichtigsten Punkte - nur zu WhatsApp. Darum nutze ich es nicht mehr. Bei Threema ist das all nicht gegeben. Daher auch die Zertifizierung. MAn könnte das ganze jetzt noch auf facebook und co. ausweiten.

Bei Threema nicht, da nur der Empfänger die an ihn gesendeten Daten entschlüsseln kann. Sonst niemand. Selbst Threema nicht:
Grundsätzlich weckt natürlich die Tatsache, daß Whatsapp jetzt Facebook gehört ein gewisses Unbehagen.

Aber die hier aufgestellten Behauptungen, WhatsApp sei nicht verschüsselt und das Telefonbuch werde auf deren Servern gespeichert, sind meines Erachtens nicht zutreffend.

Auch die Speicherdauer von 30 Tagen ist für mich kein Problem. Denn es wird ja nur solange gespeichert bist die Nachricht zugestellt wurde. Ist bei SMS auch nicht anders. Was soll den mit der Nachricht wohl sonst passieren, wenn das Telefon des Empfängers aus ist?

Grundsätzlich gilt natürlich: Ein Smartphone ist ein Datenschutzrisiko. Ein Standorttracking ist eigentlich immer irgendwie möglich.

Sämtliche dieser Kommunikationswege sind für wirklich sensible Kommunikation (Regierungen, Sicherheitsbehörden, Terroristen, Mafia usw. (wobei ich ausdrücklich die genannten nicht wertend, sondern vom Geheimhaltungsbedürfnis in einem Atemzug nenne!)) nicht geeignet.

Aber selbst für sehr private persönliche Dinge sähe ich das Risiko eher im Endgerät des Empfängers. Hat der ausreichend für die Sicherheit SEINER (und damit auch MEINER) Daten gesorgt? Oder können andere Leute in seine Chats gucken? Verkauft er sein Smartphone ohne Wipe? Es soll ja Leute geben, die Chats nie löschen und Gesprächsdaten mehrerer Monate oder gar Jahre mit sich herumschleppen. DAS ist Schludrigkeit!

Im übrigen meine ich vor Kurzem mitbekommen zu haben, daß eine amerikanische Sicherheitsbehörde (ich meine das FBI) die WhatsApp-Verschlüsselung nicht knacken konnte (ähnlich wie bei Apple). So schlimm kann es dann doch nicht sein.

Schlimm ist vielmehr, wenn sich die Unternehmen trotz richterlichen Beschlusses weigert, Daten herauszugeben (es muß ja nicht gleich die Verschlüsselungstechnologie sein, es reichte ja, die entschüsselten Daten bereitzustellen, um den Behörden ihre Arbeit zu ermöglichen). Das ist der eigentliche Skandal.
Das zeigt aber andererseits, daß es offenbar selbst bei WA nicht einfach ist, an Daten zu kommen.

Und wenn man es bei Schwerverbrechern und Terorristen trotz erheblichen Aufwandes nicht schafft, die Chats zu knacken, wird es bei mir wohl auch nicht passieren. Schon weil niemand so einen Aufwand treiben würde. Die Schwachstellen sind also ich, mein Gegenüber und eben WhatsApp selber. Und natürlich die Datenschutzparanoia.
Aber dann muß man eben in Zukunft per VPN-Tunnel kommunizieren.

Zur eingangs gestellten Frage: Ohne WhatsApp geht es nicht. Es ist erstens komfortabler und zweitens verbreiteter. Ich betreibe beides parallel, aber von meinen rund 200 Kontakten haben vielleicht 15 Threema. Und von denen wiederrum nur einer von den Personen, mit denen ich "vorrangig" schreibe.
Da aber so ein Nachrichtendienst vorrangig der Kommunikation mit anderen Menschen dient, läßt sich die Frage nach der Verzichtbarkeit von WhatsApp recht einfach beantworten.....
 
Otandis_Isunos

Otandis_Isunos

Ehrenmitglied
So, wieder aufgeräumt -.- Unglaublich. Aber da ja mittlerweile auch Whatsapp durch die Bank weg End2End Verschlüsselung unterstützt, wozu also jetzt tatsächlich noch Threema verwenden? War ja sonst immer ein Kritikpunkt an WA, dass die Verschlüsselung fehlt.
 
erzengel-michael

erzengel-michael

Erfahrenes Mitglied
Nicht verschlüsselt werden jedoch Metadaten wie Telefonnummern und Zeitpunkte – die sichert Whatsapp weiterhin. So lässt sich zum Beispiel nachvollziehen, wer wann mit wem kommuniziert hat. Nur die Inhalte der Konversation bleiben geheim. Kritiker bezeichnen die E2E-Verschlüsselung deshalb als "Scheinsicherheit". Außerdem wichtig: Auf dem Gerät selbst erscheinen die Chats natürlich unverschlüsselt und sind dort für jeden lesbar, der Zugriff auf das entsperrte Gerät bekommt. Automatische Backups, zum Beispiel vom iPhone auf Apples Servern in der iCloud, werden unverschlüsselt gespeichert.
Das wichtigste für WhatsApp und facebook sind doch gerade die Metadaten, die nach wie vor gespeichert und ausgewertet werden. Privatspäre? Fehlanzeige.
 
D

Dreamweaver

Stammgast
Threadstarter
Otandis_Isunos schrieb:
So, wieder aufgeräumt -.- Unglaublich. Aber da ja mittlerweile auch Whatsapp durch die Bank weg End2End Verschlüsselung unterstützt, wozu also jetzt tatsächlich noch Threema verwenden? War ja sonst immer ein Kritikpunkt an WA, dass die Verschlüsselung fehlt.

Arghhh! Mein Größter Kritikpunkt IST doch, dass das Adressbuch bei WA ausgelesen wird. Ob der Nonsens, den ich tippe jemand mitliest oder nicht das ist gar nicht so der Punkt. Bei mir wiegt die Datensicherheit höher... leider muss ich umständlich mit XPrivacy Sachen anstellen, damit ich überhaupt WA nutzen kann oder muss...

Bissl abgedriftet hier? :)
 
Otandis_Isunos

Otandis_Isunos

Ehrenmitglied
Ja Moment mal. Entweder man will es einfach -> Adressbuch direkt von Android nehmen, oder man will es einfach: Jeder User hat seine ID und die muss man manuell verteilen ;) Die meisten wollen es einfach und ich denke mal, dass es da leicht verschmerzbar ist, einfach die Telefonnummer aus dem Adressbuch zu nehmen. Macht ja Telegram auch nicht anders und da beschwert sich keiner? ;) Interessante Sichtweise. Aber dennoch kann ich deinen Standpunkt nachvollziehen.
 
Schotti

Schotti

Lexikon
Der Unterschied:
Threema - Seriously secure messaging - Werden meine Adressbuchdaten übertragen?
Wenn Sie die Synchronisation verwenden, werden E-Mail-Adressen und Telefonnummern aus dem Adressbuch nur einwegverschlüsselt («gehasht») und zusätzlich mit SSL gesichert an unsere Server übertragen. Die Server halten diese Hashes nur kurzzeitig im Arbeitsspeicher, um die Liste der übereinstimmenden IDs zu ermitteln, und löschen sie sofort wieder. Zu keinem Zeitpunkt werden die Hashes oder die Ergebnisse des Abgleichs auf einen Datenträger geschrieben.
 
S

Struwwelpeter

Stammgast
Nochmal: Wer Datensicherheit will, sollte vielleicht doch lieber auf ein Smartphone verzichten.

Ich halte WhatsApp in der gegenwärtigen Version für durchaus sicher.
 
dekatch

dekatch

Fortgeschrittenes Mitglied
Struwwelpeter schrieb:
Nochmal: Wer Datensicherheit will, sollte vielleicht doch lieber auf ein Smartphone verzichten.

Ich halte WhatsApp in der gegenwärtigen Version für durchaus sicher.
gleiche Logik wäre dann auch anwendbar auf

wer nicht durch einen Verkehrsunfall sterben will, soll zuhause bleiben.

das Thema Datenschutz ist > NOCH < eine Sache, die wir beanstanden können. Auch wenn jemand meine Privatsphäre bereits missbrauchte, so kann ich mich noch dagegen wehren.

wenn aber Datenschutz und Datensicherheit irgendwann als verzichtbar eingestuft wird, da die ganzen Schafe stillschweigend alle Rechtsverletzungen hinnehmen und etwaige Unternehmen darauf hin schon offiziell agieren, dann kannst auch nix mehr gegen machen.

ist wie mit der Werbung. Heute geben quasi alle per Standard die Genehmigung um ihr Nutzerverhalten auswerten zu lassen.

das ist etwa in Googles Android, als auch in Apples ios so implementiert, dass du einen Widerspruch selbst einrichten musst. per default wird alles getrackt. von den unzähligen bots per website bis hin zu den einzelnen Diensten
 
S

Struwwelpeter

Stammgast
dekatch schrieb:
gleiche Logik wäre dann auch anwendbar auf

wer nicht durch einen Verkehrsunfall sterben will, soll zuhause bleiben.
Das trifft es recht gut, ja.

Die Nutzung eines Smartphones birgt Datenschutzrisiko.
Autofahren ein gewisses Unfallrisiko.


das Thema Datenschutz ist > NOCH < eine Sache, die wir beanstanden können. Auch wenn jemand meine Privatsphäre bereits missbrauchte, so kann ich mich noch dagegen wehren.

wenn aber Datenschutz und Datensicherheit irgendwann als verzichtbar eingestuft wird, da die ganzen Schafe stillschweigend alle Rechtsverletzungen hinnehmen und etwaige Unternehmen darauf hin schon offiziell agieren, dann kannst auch nix mehr gegen machen.

ist wie mit der Werbung. Heute geben quasi alle per Standard die Genehmigung um ihr Nutzerverhalten auswerten zu lassen.

das ist etwa in Googles Android, als auch in Apples ios so implementiert, dass du einen Widerspruch selbst einrichten musst. per default wird alles getrackt. von den unzähligen bots per website bis hin zu den einzelnen Diensten

Ich habe gar nichts gegen Datenschutz, ich lege sogar sehr großen Wert darauf.

Ich sehe das Risiko nur hauptsächlich in den Nutzern. An zweiter Stelle bei Software - Problemen (= - Schwächen) und Firmen und am allerwenigsten beim Staat.
 
S

Struwwelpeter

Stammgast
Der zweite Link ist doch wieder symptomatisch.

Wenn ich einen Dienst nutze, der zur Nutzeridentifikation die Telefonnummer verwendet, dann ist es doch wohl nachvollziehbar, daß ich meine Nummer bekanntgeben muß und außerdem Zugriff auf's Telefonbuch erforderlich ist.


Lächerlich wird es bei Statusbildern und -texten. Da veröffentliche ich doch gerade für die ganze Welt etwas. Da dann mit Datenschutz zu kommen ist gelinde gesagt albern. Und jeder mit ein wenig Verstand wird auch verstehen, warum sich WhatsApp die Rechte an den Bildern dergestalt zusichern läßt, daß der Betroffene seine Rechte daran mehr oder weniger aufgibt: Um sich abzusichern gegen Spezialisten, die sich nachher wundern, wenn ihre Bilder irgendwo anders auftauchen und WA dafür verantwortlich machen.

Im übrigen ist der vermeintlich abgeklärte kritische Geist hauptsächlich mit der Argumentation "WA sichert zwar zu, daß dies und das..... aber wer weiß, was wirklich ist?!"
Toll. Natürlich könnte WA, gerade weil es viele Rechte hat, mißbräuchlich, quais als Trojaner, verwendet werden.

Dann soll der gleiche Mann doch auch bitte das gleiche über jeden Bar-Code-Scanner schreiben. Vielleicht werde ich da den ganzen Tag gefilmt. Oder Titanium Backup. Die App darf alles, wer weiß, vielleicht ist Titanium ja ein Trojaner der NSA?

Mann, Mann....

WA hat in den letzten Jahren echt viel getan in puncto Datenschutz. Lesebstätigungen, Stati und Onlinestatus kann man deaktivieren. Verschlüsselung gibt es auch. Praktisch alle echten Datenschutzprobleme sind angegangen worden.
Darf man auch mal erwähnen.

Meta-Daten sind im übrigen tatsächlich sehr aussagekräftig. Das stimmt. Aber immer und nicht nur bei WA.
 
erzengel-michael

erzengel-michael

Erfahrenes Mitglied
Die Putschisten in der Türkei wurden auch identifiziert, weil sie sich über WhatsApp-Gruppen unterhalten haben. Na, da kann man mal sehen, wie "sicher" WhatsApp ist. Hätten sie Threema und private Chats benutzt, wäre das vielleicht nicht so leicht möglich gewesen.
 
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Dreamweaver

Stammgast
Threadstarter
Hätte hätte Fahrradkette. Geburtstage werden über (übrigens NERVIGE) Chats organisiert und kosten Unmengen an Zeit... aber Putschvorhaben darüber abstimmen...?

Schon mal in den Arabischen Emiraten gewesen? Dort wird alles von etisalat kontrolliert - einiges auch zensiert und VPN-Ports gesperrt. Ich würde nicht dem Netz im eigenen Land vertrauen - nicht mal dem Deutschen. :)

Übrigens noch was zu Threema. Mein Kumpel hat vom Sony Xperia Compact Z3 auf ein Huawei P9 Lite gewechselt, weil die alte Hardware defekt war. Threema dort lässt sich nicht dazu bewegen, dass die Nachrichten ankommen. Nur wenn er Threema öffnet kommen die Nachrichten an.

Warum ich das erzähle? Seitdem schreibt er mir nur noch über Whatsapp...
 
Zuletzt bearbeitet:
PurpleHaze

PurpleHaze

Lexikon
Threema lässt sich auf dem P9 garantiert dazu bewegen das die Nachrichten gepusht werden, man muss nur wissen wie. Hatte das Problem auf meinem Mate S auch kurzzeitig. Und WA hab ich jetzt auch mal testen wollen, nach genau 2h hab ich es wieder von meinem Handy geschmissen. Ich kann es nicht ab das alles über meine Telefonnummer (hatte zum testen glücklicherweise ne uralte callya Nummer genommen) und mein Telefonbuch läuft. Bei Threema entscheide ich wie es läuft, bei WA nicht. Daher bb WA.
 
erzengel-michael

erzengel-michael

Erfahrenes Mitglied
Mein Kumpel hat vom Sony Xperia Compact Z3 auf ein Huawei P9 Lite gewechselt, weil die alte Hardware defekt war. Threema dort lässt sich nicht dazu bewegen, dass die Nachrichten ankommen. Nur wenn er Threema öffnet kommen die Nachrichten an.

Warum ich das erzähle? Seitdem schreibt er mir nur noch über Whatsapp..
Natürlich hat er gleich hier Threema - Seriously secure messaging - Häufige Fragen Hilfe gesucht oder vielleicht sogar hier: Threema-Forum.de. Und weil ihm niergends einer helfen konnte, mußte er wieder zu WA zurück. Alles klar...
 
S

Struwwelpeter

Stammgast
erzengel-michael schrieb:
Die Putschisten in der Türkei wurden auch identifiziert, weil sie sich über WhatsApp-Gruppen unterhalten haben. Na, da kann man mal sehen, wie "sicher" WhatsApp ist. Hätten sie Threema und private Chats benutzt, wäre das vielleicht nicht so leicht möglich gewesen.
Wer seinen Putsch übers Smartphone organisiert darf sich nicht wundern, daß das schief geht. Wäre dann wohl mit Threema nicht anders gelaufen.

Wird wohl einen Grund haben, warum dieser Mafia - Boss sein Imperium mittels handschriftlichen Zetteln aus einem Erdloch auf Sizilien dirigiert hat.

Und selbst den haben sie irgendwann gekriegt....
 
D

Dreamweaver

Stammgast
Threadstarter
Hab gerade Threema-Kontakte-Schwund. -10 Leute von 60 :(

Und wieder 3 Leute, die neue IDs haben weil... Telefon kaputt, iPhone kaputt und Backup kaputt und und und. Nur einer hat es hinbekomen. War wohl nicht so schwer aber er meinte nächstes Mal geht neue ID schneller.

Soviel zum Konzept. Leider. Am Ende schreibe ich mit den 5 wichtigsten über Threema der Rest graut sich nach und nach aus :(

Was mir fehlt: ein Web-Messenger Interface! Ich würde gerne am PC tippen das spart Lebenszeit.
 
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